Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

28. September 2016

Search form

Search form

Berlin, New York und Wien

Berlin, New York und WienAnkalina Dahlem; Dreaming; 2001; Acryl auf Leinwand; 90 x 115 cm. (c) Galerie Czaak

Wiener Galerie Czaak auf Viennafair (8. bis 11. Oktober; Messezentrum Wien) mit Sonderschau der international mehrfach prämierten Berliner Linienzeichnerin Ankalina Dahlem. Ergänzend werden Malarbeiten und Skulpturen von Gerhard Leixl und Laura Stadtegger gezeigt.

Im Mittelpunkt der Galerie von Michaela und Christian Czaak, die letztes Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum feierte, stehen Emerging Artists, junge professionelle und noch preiswerte Künstler. Das Galeristenpaar vertritt sorgfältig ausgewählte junge KünstlerInnen mit großer Expertise und Nachhaltigkeit und zudem etablierte Zeitgenossen wie Anzinger, Eckert, Frohner, Kornberger oder Muehl und Oberhuber.

Aus der Sicht des Sammlers für nachhaltige Entwicklung
„Entscheidend ist Qualität und Professionalität, darunter verstehen wir eine profunde handwerkliche Ausbildung, eine Vielfalt bei Inhalten und Ausdrucksformen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Schaffensprozess“, erläutert Christian Czaak. „Wir arbeiten immer auch aus unserer Sicht als Sammler und kaufen die Werke an. Damit signalisieren wir gegenüber unseren Kunden nachhaltige Überzeugung und Verantwortung für die weitere Entwicklung.“
Dieser Zugang gilt auch für Ankalina Dahlem und Gerhard Leixl, welche die Galerie bei der Vienna Fair in den Mittelpunkt stellt. Dahlem (geb. 1968 in Frankfurt/D), Absolventin der Frankfurter Städelschule (Immendorf) und der Akademie Karlsruhe (Balkenhol und Gross), nominiert und ausgezeichnet u.a. mit dem Tony-Merz- und Horst Jansen-Preis, steht überwiegend für farblich reduzierte Malereien in schwarz-weiss, die Figuren und Motive in einem durchgehenden Strich gezeichnet und trotz der Reduktion voller Ausdruck und Strahlkraft und inhaltlicher Tiefe.

Bilder mit Geschichten aus dem Leben und Traumwelten
Pflanzen, Tiere, Himmel und Meer sind die bevorzugten Bildmotive von Ankalina Dahlem, direkt aus dem Paradies geraubt. Ihre Szenen spielen in der Natur, im Wasser, im Nirgendwo. Die menschlichen Wesen, die dort hausen, sind schön, alterslos und „gottverlassen“. Es sind immer Geschichten, die das Bild und ihre Figuren erzählen. Geschichten, die das Leben erzählt. Oftmals erzeugen die Arbeiten mit ihrer Leichtigkeit ein Lächeln. Oftmals entführen sie in sinnliche Gefühlswelten. Oftmals irritieren sie aber auch. Allesamt sind sie fordernd und beanspruchen eine Auseinandersetzung.
Gerhard Leixl (geb. 1961 in Steiermark) wiederum ist ein vielseitig ausgebildeter Künstler (u.a. Malerei bei Lassnig und Schmalix; Bildhauerei bei Pistoletto; Fotografie bei Kubelka-Bondy) und in entsprechend vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen tätig. Neben der Übernahme expressiver Gestik und intensiver Farbgebung, zählt auch die formale Übertreibung zu seinem künstlerischen Reportoire. Leixls Malarbeiten zeigen zudem die handwerkliche Fähigkeit eines dynamisch schnellen und trotzdem perfekt sitzenden Farbauftrags.

Die österreichische Tradition der körperbetonten Kunst
Weitere Arbeiten bei der Messe stammen von Laura Stadtegger (geb. 1984), Absolventin der Wiener Angewandten (Attersee) und der New Yorker School of Visual Arts. Bei ihr ist die Auseinandersetzung mit Körper und Bewegung das zentrale Element. Das Besondere dabei liegt im Einfangen von Ausdruck und Stimmungen.
Ergänzend zeigt die Galerie noch mehrere zentrale Werke von Alfred Kornberger (Wien 1933 – 2002). Kornbergers Arbeiten stehen schwerpunktmässig für die österreichische Tradition einer körperbetonten Kunst. Die geradezu obsessive Beschäftigung mit dieser Thematik und seine zeichnerische Qualität erinnern an Egon Schiele mit dem ihn etwa auch der große Sammler Rudolf Leopold verglichen hat. Kornberger gilt bei Experten als einer der vielfältigsten und bedeutendsten Vertreter der expressiven und gegenständlichen Malerei in Österreich.

Galerie Czaak auf Kunstmesse Viennafair vom 8. bis 11. Oktober 2015; Messezentrum Wien; Halle A; Stand 129 und 130; Eintrittskarten für Preview und Vernissage (7. Oktober nur mit persönlicher Einladung) und Messebesuch unter office@galeriec.at

Links

Economy Ausgabe Webartikel, 21.08.2015