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29. März 2017

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Abc-Schützen im Internet

Abc-Schützen im Internet© saferinternet.at

Die österreichischen Schüler sollen eine digitale Grundbildung erhalten.

Ab Herbst soll "digitale Grundbildung" an allen Schulen verankert werden: An den Volksschulen wird diese Teil der Lehrpläne, in den NMS und der AHS-Unterstufe wird sie als verbindliche Übung eingeführt.
"Ziel ist, dass kein Kind, kein Jugendlicher das Schulsystem ohne digitale Kompetenzen verlässt", sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid bei der Präsentation von "Schule 4.0". Durch die stärkere Verankerung digitaler Medien sollen die Schüler nicht nur auf die Arbeitswelt vorbereitet werden, sie sieht auch ganz neue Möglichkeiten für Individualisierung, Förderung von Talenten und Teamarbeit im Unterricht.
An den Volksschulen sollen sich die Kinder spielerisch mit Technik und Problemlösung beschäftigen. Im allgemeinen Teil der Lehrpläne wurde die digitale Grundbildung bereits verankert, schrittweise soll das nun auch in den einzelnen Fächern passieren.

Breitband
In der Sekundarstufe 1 sollen die Schüler im Umfang von zwei bis vier Wochenstunden innerhalb von vier Jahren Informatik-Grundkenntnisse, den Umgang mit Standardprogrammen und den kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken, Information und Medien erlernen. Passieren soll das in einer verbindlichen Übung, die zwar verpflichtend besucht werden muss, bei der es aber keine Benotung gibt.
Gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium plant Hammerschmid außerdem eine Breitbandoffensive an den Pflichtschulen. Dort haben laut einer flächendeckenden Erhebung des Bildungsministeriums derzeit 31 Prozent der Standorte WLAN und 78 Prozent der Klassen einen Internetzugang. Mittelfristiges Ziel sei außerdem, wie von Bundeskanzler Christian Kern angekündigt, jedes Kind nach der Volksschule mit einem Tablet und nach der Unterstufe mit einem Laptop auszustatten. Die Umsetzung der digitalen Strategie soll mit Schuljahr 2017/18 starten.

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APA-Science/red, Economy Ausgabe Webartikel, 22.02.2017