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18. November 2017

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Algorithmus eliminiert Cyber-Mobber

Algorithmus eliminiert Cyber-Mobber© Bilderbox.com

Da Slang das Erkennen von Mobbing erschwert, identifiziert ein Programm soziale Strukturen statt spezifische Wörter.

Forscher der Virginia Polytechnic Institute and State University haben einen neuen Algorithmus entwickelt, der Cyber-Bullying auf die Schliche kommt. Das Programm basiert auf maschinellem Lernen. Es hebt sich von herkömmlichen Tools zur Identifizierung von Internet-Mobbing dadurch ab, dass es sich auf soziale Strukturen sowie Muster statt auf spezifische Wörter fokussiert.
"Die Idee dahinter ist, ein Computerprogramm mit Beispielen von Cyber-Bullying zu füttern. Anschließend erstellt der Algorithmus auf Basis des Datenmaterials ein Modell", erklärt Bert Huang vom Virginia Tech Department of Computer Science. Das Programm liefere eine Liste an Interaktionen zwischen Online-Usern und stelle fest, ob diese sich gegenseitig schikaniert haben.

Blockade provoziert Mobber
"Ein Ziel besteht in der Kooperation mit sozialen Netzwerken", fügt der Computerwissenschaftler hinzu. Somit werde dem Auftreten von Cyber-Mobbing im Vorfeld entgegengewirkt. Dennoch betont Huang, dass ein derartiger Algorithmus auch Gefahren birgt. So könne es zu einer Eskalation kommen, wenn Mobber sich durch eine Blockade provoziert fühlen.
Die Risiken, welche von derartigen Tools ausgehen, bestätigt auch Matthias Jax von Saferinternet. "Obwohl ich in diesem Ansatz ein großes Potenzial sehe, kann hier viel passieren. Trotz Implementierung solcher Algorithmen bleibt ein medienkompetenter Umgang mit dem Internet, zu dem auch Schulungen gehören, unerlässlich", fasst Jax zusammen.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 05.05.2017