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18. Juli 2019

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Ambivalente Sichtweisen für Europas Zukunft

Ambivalente Sichtweisen für Europas Zukunft© Bilderbox.com

Im Vorfeld der kommenden EU-Wahlen erhob das Austrian Democracy Lab aktuelle Sichtweisen für ein zukünftiges Europa. Erste Trends belegen einen klaren Wunsch nach Veränderungen. Die Bandbreite reicht von einer Wirtschaftsgemeinschaft bis zu den Vereinigten Staaten von Europa.

Am 26. Mai wählt Österreich seine Abgeordneten zum Europäischen Parlament. Das Austrian Democracy Lab (ADL) hat grundsätzlich und auch in Hinblick auf diese Wahl aktuell rund 4.500 Bürger über ihre Vorstellungen zur Europäischen Union befragt. Ergebnis ist ein Wunsch nach Veränderungen, die Meinungen über die Richtung der Entwicklung gehen allerdings auseinander. Ein Teil der Menschen wünscht sich eine Art Wirtschaftsgemeinschaft, andere wiederum einen fixen Staatenverbund als Vereinigte Staaten von Europa.
Rund zwei Drittel der befragten Bürger können sich zudem vorstellen, dass bei künftigen EU-Wahlen nicht mehr nationale Parteien, sondern nur noch europaweite Listen antreten sollen. Ein strengeres Vorgehen der EU gegen Regelverstöße durch Mitgliedsstaaten findet ebenfalls eine Mehrheit.

Das Demokratieverständnis in Österreich
Die exakten Details wie Ergebnisse zur gesamten Studie des zweiten Demokratieradars werden Anfang Februar vorgestellt (economy wird berichten). Das Demokratieradar ist eine halbjährliche Bevölkerungsumfrage der Donau-Universität Krems und der Karl-Franzens-Universität Graz, die in Kooperation mit Forum Morgen durchgeführt wird und auf dem wissenschaftlichen Forschungsprojekt Austrian Democracy Lab basiert.
Primäres Thema des halbjährlich präsentierten Demokratieradars mit rund 4.500 Befragten ist ein umfassender und regelmäßiger Einblick in das Demokratieverständnis in Österreich. Wechselweise wird jeweils auch ein Schwerpunktthema behandelt. Nach „Vertrauen“ in der ersten Welle steht in der aktuellen Erhebung die EU im Mittelpunkt.

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red/mc, Economy Ausgabe Webartikel, 01.02.2019