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26. Mai 2017

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Die Transformation des modernen Lernens

Die Transformation des modernen Lernens© Bilderbox.com

Die Digitalisierung der Schule muss einen Mehrwert für den Unterricht bringen, so das wichtigste Ergebnis der EDU|days 2017.

Die Generation der Digital Natives verfügt über umfangreiche Anwendungskompetenzen, bei den Reflexionskompetenzen ist sie aber nicht so stark. "Die Jugendlichen selbst fühlen sich natürlich schon kompetent", erklärte Philipp Ikrath vom Institut für Jugendkulturforschung, die Wirklichkeit sehe aber oft anders aus. In der Schule spielt das Internet nach wie vor eine geringe Rolle. Immerhin in einem Viertel der höheren Schulen werde das Internet täglich genutzt, in der Primar- und Sekundarstufe weit weniger oft. Was nicht zuletzt an der sehr unterschiedlichen Ausstattung der Schulen liege, so Ikrath.
Bei den diesjährigen EDU|days an der Donau-Universität Krems wurden die Herausforderungen der digitalen Schule diskutiert. Robert Kristöfl und Martin Bauer stellten die Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums vor, die Breitband und Tablets für alle Schüler bringen soll. Außerdem soll digitale Grundbildung als Schulfach in der NMS implementiert werden.

Ordentlich Schreiben und Rechnen lernen
Zur Digitalisierung erklärte Peter Baumgartner vom Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien: "Die Technik muss einen didaktischen Mehrwert bringen. Nur dann ist sie sinnvoll." Als negatives Beispiel nannte er erste Versionen von elektronischen Schulbüchern.
Das Spannungsfeld zwischen digitaler Euphorie und Skepsis beleuchtete Paula Bleckmann. Die These, dass Lehrer den Einsatz digitaler Medien in der Schule aufgrund mangelnder Kompetenz vermeiden, stellte die deute Medienforscherin in Frage. Sie glaubt, dass viele Lehrer vom Einsatz digitaler Medien im Unterricht schlichtweg nicht überzeugt sind. "Manche Widerstände sollte man gar nicht versuchen, auszuhebeln, weil sie aus der Forschung heraus eben gut begründbar sind." Und: "Ordentlich Schreiben und Rechnen zu lernen wäre besser."

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 27.04.2017