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28. Juni 2017

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Komplizierte Berechnungen der Studentenzahlen

Komplizierte Berechnungen der Studentenzahlen(C) juridicum.univie.ac.at

Zugangsbeschränkungen an den Unis kommen. Es stehen verschiedene Modelle zur Diskussion.

So gut wie fix ist die Einführung einer Studienplatzfinanzierung samt Zugangsbeschränkungen an den Unis. Weniger klar ist nach Überarbeitung des Regierungsprogramms hingegen, nach welchen Vorgaben die Zahl der Studienanfänger berechnet werden soll. "Im Rennen" sind dabei die Anzahl der Absolventen, die Zahl der Absolventen der Studieneingangsphase oder die Zahl der Prüfungsaktiven.
Exemplarisch dafür steht die Diskussion in den Rechtswissenschaften, dem meistinskribierten Fach an den österreichischen Unis. In der Vorwoche wurde dabei in einer Fokusgruppensitzung des derzeit laufenden Strategieprozesses "Zukunft Hochschule" diskutiert - im Mittelpunkt standen primär die derzeitigen Zahlen. Derzeit gibt es an den österreichischen Unis an den Unis Wien, Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg klassische Jus-Diplomstudien. Dazu kommen noch Bachelor-Studien, die Wirtschafts- und Rechtsaspekte verbinden, etwa an der WU Wien. Sie alle haben mit Ausnahme von "Wirtschaft und Recht" an der Uni Klagenfurt derzeit keine Aufnahmeverfahren.

Hohe Dropoutrate
Den 10.600 Studienanfängern stehen jährlich knapp 1.900 Studienabschlüsse gegenüber. Betrachtet man nur die Diplomstudien, haben nach der Durchschnitts-Studiendauer von sechs Jahren (Regelstudiendauer: acht Semester) nur knapp ein Drittel der Anfänger ihr Studium abgeschlossen.
Was bedeutet das für künftige Anfängerzahlen? Als mögliche Maßzahl werden die "prüfungsaktiven Studienanfänger/innen" im ersten Studienjahr herangezogen. Die Vertreter der Jus-Fakultäten an Hochschulen wollen eine Orientierung an der Zahl der Studenten, die in einem Durchrechnungszeitraum von drei bis fünf Jahren jährlich im Schnitt die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) absolvieren. Mit diesem Modell käme man auf geschätzte 5.000 Studienanfänger und damit auf die höchste Zahl der verschiedenen Modelle.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webausgabe, 03.03.2017