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17. Dezember 2017

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Kunstmeile Krems verlängert

Kunstmeile Krems verlängert© marte.marte

Die neue Landesgalerie soll Niederösterreichs Kunstschätze aus dem Archiv holen.

Ab dem Sommer 2018 soll die neue Landesgalerie Niederösterreich die Kunstmeile Krems ergänzen. Derzeit seien nur vier Prozent der rund 60.000 Kunstobjekte aus der Landessammlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Künftig werde die Landesgalerie – mit 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf fünf Ebenen – breiten Raum bieten, um den Niederösterreichern ihre Schätze zu zeigen.
Nach dem Spatenstich im Juni des Vorjahres war man bald auf historische Funde gestoßen, die das Bundesdenkmalamt und die Archäologen auf den Plan riefen. Gefunden wurden Reste eines ehemaligen mittelalterlichen Hafens und weitere Artefakte, die später ebenfalls im Bereich der Landesgalerie zu sehen sein werden. Beim neu entdeckten Hafenbereich von Stein „handelt es sich um einen der wichtigsten archäologischen Funde der letzten Jahre in Österreich“, so Hermann Fuchsberger vom Bundesdenkmalamt. Zwei Fundhölzer konnten bereits auf 1260 und 1344 datiert werden.

Eine Studie der Donau-Universität Krems hat ergeben, dass die Investitionen des Landes im Ausmaß von 35 Millionen Euro einen Ausgaben-Effekt von rund 75 Millionen Euro bewirken und damit 400 bis 420 Arbeitsplätze schaffen oder sichern werden. Man rechnet mit einem Besucherzuwachs in der Kunstmeile von derzeit 120.000 pro Jahr auf 160.000 bis 170.000 Besucher.
Christian Bauer, Künstlerischer Direktor der Landesgalerie, betont, dass das Programm der Landesgalerie im Zeichen aktueller Themen und Fragestellungen stehen wird. Die Landesgalerie verbinde die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich mit wichtigen Privatkollektionen. „Die Lebensrealität der Menschen wird Dreh- und Angelpunkt des Programms sein“, so Bauer.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 19.04.2017