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21. September 2017

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Soziale Dimensionen der Bildung

Soziale Dimensionen der Bildung(C) bilderbox.com

Die Anhebung der Studienbeihilfen soll mehr Chancengerechtigkeit bringen.

Ab dem kommenden Wintersemester werden zusätzlich 25 Millionen Euro jährlich in die Studienbeihilfen investiert. Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent. Der Schritt erfolgt durch eine Anhebung der Studienbeihilfen und eine Erhöhung der Einkommensgrenze. „Wir schaffen damit verbesserte Rahmenbedingungen für leistungsorientierte Studierende“, sagt Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Präsentation der „Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“.
Profitieren sollen vor allem jene, die im zweiten Bildungsweg ein Studium nach dem 27. Lebensjahr aufnehmen sowie Studierende, deren Eltern getrennt leben. Zudem werden erstmals alle 15 bestehenden Webseiten zu den diversen Studieninformationen gebündelt. Das erleichtert den Zugang für (angehende) Studierende zu finanzieller Unterstützung, zu Studien- und Promotionsmöglichkeiten, Zulassungsfristen oder Mobilitätsprogrammen.

Durchmischung
Die bessere soziale Durchmischung ist ein Ziel der Universitäten. So soll die Anzahl der Studierenden mit Eltern ohne Matura bis 2025 um zehn Prozent auf 20.000 Studierende anwachsen. „Es muss aber klar gesagt werden, dass Universitäten nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten Anstrengungen unternehmen können, um die soziale Durchmischung zu steigern. Das Thema betrifft natürlich insbesondere den Schulbereich selbst“, sagt Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin der Wirtschaftsuniversität Wien.
Weitere Maßnahmen beinhalten den Ausbau von Mentoringprogrammen, verstärkte Kooperationen zwischen Hochschulen und Schulen, sowie die gezielte Weiterentwicklung von Absolventenerhebungen, um die gesetzten Maßnahmen regelmäßig zu evaluieren.

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red/stem, Economy Ausgabe Webausgabe, 03.03.2017