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30. April 2017

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Studenten als Lehrer

Studenten als Lehrer© piqs.de/worldislandinfocom

An die 1.000 Studenten unterrichten an Österreichs Schulen. So werden Engpässe abgefangen.

Bis 2025 gehen in Österreich jedes Jahr 3.000 bis 4.000 Lehrer in Pension, trotzdem gibt es laut Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch das Bildungsministerium "prinzipiell" keinen Personalmangel. Engpässe durch Langzeitkrankenstände oder Karenzen werden neben Überstunden auch durch die Aufnahme nicht vollgeprüfter Lehrer abgefangen. Derzeit sind knapp 1.000 Studenten im Einsatz.

Viele Pensionierungen
In den AHS unterrichten besonders häufig Lehramtsstudenten: Hier sind es 432, an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) 180. Nach Bundesländern fallen hier vor allem Niederösterreich (268) und Wien (172) ins Gewicht. Laut Bildungsressort werden etwa Uni-Absolventen eingesetzt, die ihr Unterrichtspraktikum noch nicht komplett hinter sich gebracht haben. In den Pflichtschulen stehen 372 Lehramtsstudenten in der Klasse, wobei hier fast ausschließlich Wien betroffen ist.

Höhepunkt kommt 2020
Insgesamt gibt es mehr als 120.000 Lehrer in Österreich, wobei hier auch Karenzierte mitgezählt werden. Von diesen gehen 2018 laut Prognose des Bildungsressorts rund 3.100 in den Ruhestand, 2020 soll der vorläufige Höhepunkt mit etwas mehr als 4.000 Pensionierungen erreicht sein. Das Ministerium räumt allerdings ein, dass es bei diesem "Übertrittsratenmodell" Unsicherheitsfaktoren wie Pensionierungsverhalten, Berufsaustritte, Zenitkonto und Karenzen gibt. Dem standen 2015/16 knapp 4.000 Lehramts-Absolventen an den Pädagogischen Hochschulen (PH) gegenüber. Dazu kamen knapp 2.000 Absolventen eines Lehramtsstudiums an den Universitäten.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 07.04.2017