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26. September 2018

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Aufpassen, Herr Kollege Roboter

Aufpassen, Herr Kollege Roboter© Fujitsu_KUKA

Fujitsu und Kuka entwickeln kollegiale Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern.

Die enge Zusammenarbeit von Menschen und Robotern eröffnet bei Fujitsu in Augsburg neue Möglichkeiten bei der Fertigung und dem Test von sogenannten Mainboards. Bei dieser Zusammenarbeit unterstützen Roboter die Arbeiter, indem sie sicher Seite an Seite arbeiten. Der Einsatz ist Teil eines Co-Creation-Projekts mit dem Automatisierungsexperten KUKA im Fujitsu Werk Augsburg.

Maschinelles Lernen und Artificial Intelligence
Industrieroboter sind bereits bei verschiedenen Automatisierungsaufgaben etabliert. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter umfasst dabei die Handhabung von hochgradig empfindlichen Elektronikkomponenten. Diese Art von Aufgabe wurde bisher nicht als möglicher Teil der Roboterautomation behandelt. Um den Ansatz auch für andere Fertigungsunternehmen schneller verfügbar zu machen, haben Fujitsu und KUKA eine roboterbasierte Prozessautomatisierungslösung entwickelt, die eine hochpräzise Handhabung und Prüfung der Mainboards ermöglicht.
In der Produktion bei Fujitsu arbeiten Roboter mit menschlichen Kollegen zusammen. Roboter können erkennen, wenn Menschen in der Nähe sind, und ihre Bewegungen verlangsamen, um sicherzustellen, dass keine Verletzungsgefahr für ihre menschlichen Kollegen besteht. Die Zusammenarbeit beginnt damit, dass ein Arbeiter dem Roboter die notwendigen Montageschritte durch manuelle Führung des Roboterarms beibringt.
Diese Schritte werden dann durch maschinelles Lernen in die Fähigkeiten des Roboters gespeichert – ohne zusätzliche Programmierung. Einmal eingewiesen, können die Roboter hinter virtuellen Sicherheitsbarrieren arbeiten und in den Hochgeschwindigkeitsmodus wechseln können, um monotone und sich wiederholende Aufgaben zu erledigen, sobald die Menschen den Sicherheitsbereich verlassen haben.

Reduktion von Risiko und Fehlern und Steigerung der Produktion
„Die Zusammenarbeit zwischen Fujitsu und KUKA bei der Mensch-Roboter-Kollaboration ist ein Musterbeispiel dafür, wie wir Zukunftsthemen rund um Industrie 4.0 vorantreiben. Dieser neue Ansatz bei der Produktion von sensiblen Elektronikkomponenten entlastet Mitarbeiter von diffizilen, sich ständig wiederholenden Routineaufgaben, reduziert das Risiko potenzieller Fehler und erhöht die Produktionsleistung,“ erläutert Vera Schneevoigt von Fujitsu EMEIA.
„KUKA und Fujitsu arbeiten seit rund einem Jahr im Technologiepark Augsburg zusammen, um die Vorteile der Mensch-Roboter-Kollaboration in die hochmoderne IT-Produktionsstätte von Fujitsu zu bringen. Dieses jüngste Projekt erfordert einen Roboter wie den sensiblen KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa, der die hochsensiblen Mainboards handhaben kann,“ ergänzt Bernd Liepert, Chief Innovation Officer bei KUKA.

Effizienz, Genauigkeit und Qualität in der Fertigung
Um dieses Projekt zu realisieren, haben die Ingenieure von KUKA und Fujitsu ihr Industrie 4.0 Know-how und ihre Prozess-Expertise kombiniert. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt wurde Ende Januar 2018 ein KUKA Leichtbauroboter vollständig in dieProduktionslinie von Fujitsu integriert – mit der Zielsetzung Effizienz, Genauigkeit und Qualität der Fertigung zu steigern.
Ein zweiter Roboter kommt im Sommer 2018 hinzu. Im nächsten Schritt sollen weitere Funktionen wie etwa die Datenanalyse hinzugefügt werden und weitere Bereiche wie die vorausschauende Wartung und Qualitätskontrolle sowie neue Möglichkeiten für nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle erforscht werden. Fujitsu-Lösungen für die Industrie 4.0 und die Digitalisierung von Produktionsumgebungen sind auf der diesjährigen Hannover Messe (Halle 7) vom 23. bis 27. April zu sehen.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 20.04.2018