Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

23. October 2017

Search form

Search form

Die Autos der Zukunft für die Stadt der Zukunft

Die Autos der Zukunft für die Stadt der Zukunft© TU Wien

Ein neues Forschungsprojekt der TU-Wien zum Thema autonomer Verkehr wird von der Daimler-Benz Stiftung unterstützt.

Wie werden sich europäische Städte durch das autonome Fahren entwickeln und welchen Einfluss nehmen Stadtstrukturen auf die Entwicklung des autonomen Verkehrs? Diesen Fragen geht ein interdisziplinäres Forscherteam der TU Wien nach und die Daimler und Benz Stiftung fördert das über zwei Jahre angelegte Projekt.
Als europäische Regionen stehen vorab London, Wien und die Randstad, ein Ballungsgebiet im Westen der Niederlande, das rund 20 Prozent der Landesfläche einnimmt im Mittelpunkt der Forschungen. „Das autonome Fahren wird die Morphologie der Städte, die Art der Stadtgesellschaften und die urbane Governance entscheidend verändern“, sagt Mathias Mitteregger von der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU-Wien.

Praxisrelevante Rahmenbedingungen
Ausgehend von diesen praxisrelevanten Rahmenbedingungen, wird untersucht, welche konkreten Szenarien für die Zukunft zu erwarten sind. Als Beispielregion für eine bereits intensiv laufende kommunale Förderung des autonomen Fahrens werden zudem San Francisco, Singapur oder Tokio über die gesamte Projektlaufzeit hinweg eingehend beobachtet.
"Wir analysieren, wie sich die breite Anwendung digitaler Verkehrstechnologien auf das städtische Leben beziehungsweise auch auf das Verhältnis zwischen Stadt und Umland auswirken", so Mitteregger weiter. Dabei gehe es um bauliche Strukturen wie auch um den grundlegenden Wandel durch das autonome Fahren und etwaige Auswirkungen auf das gesellschaftliche Gefüge des öffentlichen Raums.
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Formats "Ladenburger Kollegs" der Daimler und Benz Stiftung mit 440.000 Euro jährlich gefördert, es ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt. Wesentliches Anliegen ist auch der Diskurs mit einer breiten Öffentlichkeit.

Links

red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 10.03.2017