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15. November 2018

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Digitalkooperation zwischen Österreich und Singapur

Digitalkooperation zwischen Österreich und Singapur© piqs.de/ibrahim lujaz

Gemeinsamer Schwerpunkt E-Government, bestehendes Global Incubator Network zur Unterstützung von Start-Ups und Investoren vor Ort sowie KMU als wirtschaftspolitischer Fokus. Anlässlich der letzten Österreichvisite des singapurischen Premierministers verstärken beide Länder Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung.

Singapur verfügt über eine strategisch wichtige Lage, fungiert als Tor für andere asiatische Märkte und setzt stark auf Digitalisierung und Innovation. Österreich verfügt traditionell über gute Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu Singapur und verfolgt seit längerer Zeit strategische Interessen mit dieser dynamisch wachsenden Region.

Enormes Marktpotential
Mit einer Bevölkerung von über 630 Millionen stellt die ASEAN Region als Verband zehn südostasiatischer Staaten einen Zukunftsmarkt mit großem Potential für die österreichische Exportwirtschaft dar. 2018 hat Singapur zudem den Vorsitz der ASEAN-Staaten inne. Rund 100 österreichische Unternehmen sind bereits in Singapur präsent und haben knapp 2,5 Mrd. Euro investiert.
Die österreichischen Exporte nach Singapur machten im Jahr 2017 389 Mio. Euro und von Jänner bis Juli 2018 rund 224 Mio. Euro aus. Dazu kommen noch Dienstleistungsexporte von rund 106 Mio. Euro im Jahr 2017. „Singapur verfügt über eine exzellente digitale Infrastruktur und sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte. Dies ist insbesondere den beiden Universitäten zu verdanken, die zu den 13 besten der Welt zählen sowie zahlreichen Forschungsinstituten“, so Margarete Schramböck, Ministerin für Wirtschaft und Digitalisierung.
 
Smart Nation Initiative und Global Incubator Network
Österreich könne vom effizienten Umgang im Bereich der dort nahezu papierlos funktionierenden Verwaltung lernen sowie vom Austausch zu den Strategien, wo Singapur die sogenannte Smart Nation Initiative verfolgt. Eine hohe Bedeutung nimmt in beiden Ländern die Unterstützung von KMUs zur Bewältigung der neuen Herausforderungen ein. Zur Umsetzung des aktuellen Memorandums wird ein Ausschuss für regelmäßige Tagungen eingerichtet. Bereits jetzt werden mit dem Global Incubator Network (GIN) Start-Ups und Investoren an Ort und Stelle in Singapur unterstützt.
„Das Abkommen schafft die Möglichkeit, Know How und Erfahrungen auszutauschen und dies mit einem Land, das in vielerlei Hinsicht Österreich einen Schritt voraus ist“, erläutert Schramböck. Am 18. und 19. Oktober wurde zudem ein EU-Asien-Gipfel (ASEM) in Brüssel abgehalten, wo EU-Abkommen für die Bereiche Freihandel und Investitionsschutz mit Singapur unterzeichnet wurden.

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Economy Ausgabe Webartikel, 08.11.2018