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26. Mai 2017

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Erfahrungszuwachs an der Uni

Erfahrungszuwachs an der Uni© Donau Uni Krems _ HTL Krems

Eine Kooperation von Schülern der HTL Krems mit Forschern der Donau-Universität Krems hat den Schülern neue Erfahrungen gebracht.

Drei Schülerteams der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Krems entwickelten während des Schuljahres 2016/17, angeleitet durch Forscher des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems, komplexe technische Applikationen. Dabei bauten die Schüler der Abteilung Informationstechnologie teilweise auf Konzepten aus Harvard und dem MIT auf. So wurde ein in Harvard entwickeltes sozialpsychologisches Testverfahren so weiterentwickelt, dass er auf Mobilgeräten durchgeführt werden kann.
Auf der Grundlage einer am MIT durchgeführten Forschung zum Thema Collective Mind wurde eine Webapplikation entwickelt, über die während einer Konferenz die Präferenzen der Teilnehmer abgefragt werden können. Die Ergebnisse werden anschließend visualisiert. „Dadurch kann man rasch herausfinden, bei welchen Themen sich Gruppen nicht einig sind, um diese dann konkret zu besprechen“, sagt Lukas Zenk vom Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement.

Vernetzung
Das dritte Projekt, das Bernhard Geissler leitete, zielt auf eine effiziente Vernetzung von Wissenschaftern ab: Da diese häufig ihre Arbeitsstelle wechseln, ist die Wartung eines Kontaktnetzwerkes mit großem Aufwand verbunden. Das Tool VisTrack ermöglicht die automatische Aktualisierung von Kontakten und visualisiert das Netzwerk nach Ort sowie Themengebieten.
Die Schüler profitieren laut Betreuer Reinhardt Wenzina, Lehrer an der HTL Krems, durch den Erfahrungszuwachs. Neben den technischen Herausforderungen hätten sie auch „ein Verständnis der unterschiedlichen Arbeitsweisen an Schule und Universität“ entwickelt: „Beispielsweise sind sie plötzlich mit wissenschaftlichen Papers in Berührung gekommen – und diese sind gar nicht so einfach zu verstehen, wenn man ein Lehrbuch gewohnt ist.“

Links

red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 19.05.2017