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18. Januar 2018

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Mission possible

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Österreich Teil der jüngsten Weltraummission. Zum Aufbau eigener Satellitennavigation bringt europäische Ariane-Rakete weitere Galileo-Satelliten mit österreichischer Technologie ins All.

Die Trägerrakete Ariane 5 bringt vom europäischen Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana vier weitere Galileo-Satelliten an Bord. Damit erhöht sich die Zahl der Satelliten der Galileo-Konstellation auf insgesamt 22. Europa stellt somit global eine noch höhere Signaldichte sicher. „Mit Galileo entwickelt Europa ein eigenes GPS-System, das rund um die Uhr unabhängig, genau und störungsfrei Navigationsdaten liefert“, so Weltraumminister Jörg Leichtfried zum jüngsten Erfolg der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
Galileo ist Europas globale Antwort im Bereich Satellitennavigation („EU-GPS“). Galileo soll aus insgesamt 30 Satelliten und der dazugehörigen Bodeninfrastruktur bestehen. Seit Mitte Dezember 2016 gibt es bereits erste Galileo-Services. Zu diesen gehören Ortungs-, Navigations- und Zeitbestimmung. Ab 2020 soll die Vollabdeckung mit den 30 Satelliten sichergestellt sein.
 
Österreichische Technologie an Bord von ESA-Missionen
Das Infrastrukturministerium, seit 2014 auch offiziell das Weltraumministerium, finanziert Programme der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit und ermöglicht dadurch österreichischen Betrieben eine Teilnahme an ESA-Missionen. So stammen etwa die Treibstoffleitungen oder auch Ventile für den Flüssigantrieb der Trägerrakete Ariane 5 von heimischen Unternehmen.
Das Weltraumministerium fördert bereits seit 2002 Forschung und Entwicklung durch das Österreichische Weltraumprogramm „ASAP“. „Mit unseren Förderungen geben wir vielen heimischen Unternehmen die Chance an ESA-Missionen teilzunehmen und ihre Expertise damit auch international unter Beweis zu stellen“, so Leichtfried weiter.
Für den Forschungsstandort Österreich bedeutet ASAP mit bereits 600 erfolgreichen Projekten die Basis für den Zugang zu internationalen Märkten, zu globalen Weltraumkooperationen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Insgesamt investiert das Weltrauministerium pro Jahr rund 70 Millionen Euro in den österreichischen Weltraumsektor.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 15.12.2017