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17. Dezember 2017

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Sicherheit und Aktualität als Standard im Datenmanagement

Sicherheit und Aktualität als Standard im Datenmanagement© Bilderbox.com

Die zunehmende Cyber-Kriminalität und die massive Steigerung an Informationsdaten fordern adäquate Maßnahmen.

Vielfalt und Tempo von technologischen Anwendungen in Unternehmen steigen, aktuelle Ereignisse belegen aber auch eine Zunahme an Sicherheitszwischenfällen. Studien zeigen dabei, dass Unternehmen im Schnitt 150 Tage für die Erkennung von Cyber-Angriffen brauchen. Besonders Fälle mit Sicherheitslücken und Schadsoftware werden komplexer. Entsprechende Abwehrsysteme betreffen daher nicht nur die Bereiche Schutz (engl. Protect) und Vorsorge (Prevent) sondern primär einmal die Entdeckung (Detect) und eine rasche Reaktion (Respond).

Managed Defense Services
IT-Dienstleister wie etwa Kapsch BusinessCom reagieren nun mit eigenen Verteidigungskonzepten, sogenannten Managed Defense Services. Erster Ansatz ist das betriebliche Netzwerk wo über ein automatisiertes Monitoring Angreifer und Schutzmaßnahmen identifiziert werden. Erfolgt ein kritischer Angriff, muss als nächstes Verbreitung über betriebsinterne Prozesse verhindert werden. Wesentlicher Punkt ist dabei auch die Einbindung der steigenden Einwahlvorgänge (LogIn) über mobile Geräte.

Beim Roten Kreuz Niederösterreich werden beispielsweise mögliche Bedrohungen mit entsprechenden proprietären (eigenen) Technologien ständig evaluiert, inklusive laufender Audits. Im nächsten Schritt folgt das Management von Zugangsberechtigungen und mobilen Geräten sowie Schutz von Netzwerk, Inhalten und Applikationen und schließlich die reale Angriffsbekämpfung bis hin zu forensischen Analysen. „Sicherheit betrifft neben Unternehmen auch Institutionen, die mit gewachsenen, oft heterogenen IT-Landschaften den Angriffsflächen großer Betriebe gleichen“, so Christian Üblbacher, Leitung Security Solutions bei Kapsch BusinessCom.
Zum Thema technologische Lösungen im sicherheitskritischen Kontext gehört auch das Management von Daten. Unternehmen ist mittlerweile bewusst, dass in Aufbewahrung und Nutzung etwa von Kundendaten Geschäftspotential steckt. Diese Erkenntnis drückt sich im Fachbegriff „Big Data“ aus.

Persönliche Kontaktdaten
Damit Arbeit und Nutzung von Daten ihre Wirkung entfalten, müssen sich Unternehmen auf Qualität und Richtigkeit verlassen können. Das betrifft insbesondere persönliche Kontaktdaten wie beispielsweise Mobilnummern, die häufig gewechselt werden. Aktuelle besitzt nahezu nur mehr jeder dritte Haushalt einen Festnetzanschluss, statistisch trägt dafür jeder Österreicher fast 2 SIM-Karten mit sich und auf die Frage nach der Telefonnummer ist die Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Handynummer.
Für Unternehmen mit umfangreichen Kundenkontakten wie Marktforscher, Spendenorganisationen oder Finanzdienstleister, ist die Aktualität daher entsprechend relevant. Dazu gehört auch die Möglichkeit einmal die reine Existenz von Handynummern überprüfen zu können. Ein deutsches Inkassounternehmen hat etwa die Rufnummernüberprüfung automatisiert in SMS-Kontaktprozesse integriert. „Ob die Nummer noch immer Herrn Musterfrau gehört, lässt sich nicht ausmachen, aber die reine Existenz sehr wohl, und dieser Unterschied kann bei Geschäftsprozessen Zuwächse von mehreren 100 Euro je Kontakt verursachen“, erklärt Martin Schuster von websms.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 21.04.2017