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29. September 2016

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Was kostet Wissen?

Was kostet Wissen?piqs.de/dancwart

Mit Open Access gegen die Marktmacht der Verlage. Der club research diskutiert am 21. Oktober die Ökonomie wissenschaftlichen Publizierens.

Publikationen sind die Währung der Wissenschaft. Sie bestimmen Wertigkeiten im Wissenschaftsbetrieb. Auf dieser Basis hat sich eine mächtige Industrie entwickelt, die von wenigen großen Wissenschaftsverlagen dominiert wird. Ihre Marktmacht drückt sich in zum Teil exorbitanten Preisen für wissenschaftliche Zeitschriften aus, die große Löcher in die Budgets von Universitäten und Wissenschaftsorganisationen reißen.

Widerstand nimmt zu
Dagegen kämpft eine stetig an Bedeutung gewinnende Open Access Bewegung. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus weitgehend öffentlich finanzierter Forschung sollen auch öffentlich zugänglich sein. Erst der freie Zugang sichere die effiziente Verbreitung und Verwertung neuen Wissens. Daher hat die Max-Planck-Gesellschaft einen Plan vorgelegt, wie das Publikationssystem auf Open Access umgestellt werden kann.
Die niederländischen Universitäten wollen Open Access notfalls auch durch den Boykott der Verlage durchsetzen. Die Keynote dieser Veranstaltung hält Gerard Meijer. Der Präsident der Radboud Universiteit Nijmegen wurde von den niederländischen Universitäten als Verhandler mit den Verlagen beauftragt.
Gerard Meijer wird seinen Vortrag auf Englisch halten. Der Diskussion (deutsch) mit Meijer stellen sich Matthias Karmasin, Direktor des ÖAW-Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung, Falk Reckling, Wissenschaftsfonds FWF, Juliane Ritt, Springer Nature' und die Vizerektorin für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Wien, Susanne Weigelin-Schwiedrzik.

Die club research Veranstaltung am 21. Oktober findet im Presseclub Concordia in Wien statt.

Links

red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 21.09.2015