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24. Mai 2017

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Wie der Herr, so's Gescherr

Wie der Herr, so's Gescherr© piqs.de/brainbox

Die Eigenschaften des Herrchens und das Mensch-Tier-Beziehungsmuster wirken sich messbar auf das tierische Stressmanagement aus.

Ein Team vom Department für Verhaltensbiologie der Universität Wien untersuchte im Rahmen eines umfangreichen Projekts "Faktoren der Mensch-Hund-Beziehung" und publizierte dazu im Fachblatt "PLoS One". Die Wissenschafter um Iris Schöberl und Kurt Kotrschal analysierten insgesamt 132 Familienhunde und ihre Hauptbezugspersonen.
Vor und nach den Tests nahmen sie von Haltern und Hunden Speichelproben, um über die gemessene Konzentration des Stresshormons Kortisol Rückschlüsse zu ziehen. „Ein Abfall war vor allem bei Hunden bemerkbar, die eine sichere Bindung zu ihren Haltern aufgebaut hatten“, so Schöberl.

Stressmanagement
Neben der Bindung interessierten sich die Forscher auch für weitere Faktoren. In der neuen Untersuchung konzentrierten sie sich daher neben dem Beziehungsmuster auf Persönlichkeit, Alter und Geschlecht. In der aktuellen Studie zeigten Hunde vor allem dann effizienteres Stressmanagement, wenn ihre Halter hohe Werte bei der Persönlichkeitsdimension "Verträglichkeit" und niedrige bei "Neurotizismus" aufwiesen.
Erneut sank der Kortisolspiegel bei jenen Hunden weniger, deren Beziehung zu ihren Haltern stärker von Verunsicherung geprägt war. Aufseiten der Halter beeinflusste vor allem die Geschlechterkombination das Stressmanagement. Bei Frauen mit Hündinnen und Männern mit Rüden sank der Kortisolspiegel demnach im Schnitt am stärksten. Bei Frauen mit Rüden änderte sich hingegen am wenigsten.
Dass sich Aspekte der menschlichen Persönlichkeit so stark auf Hunde auswirken können, liegt laut Schöberl daran, "dass wir ähnliche Persönlichkeitsstrukturen haben", Hunde ebenso soziale Tiere sind und die jahrtausendelange gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund ihre Spuren hinterlassen habe.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 10.03.2017