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20. October 2018

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And the Winner is...

And the Winner is...© SAEM

... der E-Scooter Saem fürs Handgepäck. Der Sieg beim von der Forschungskooperative ACR ausgelobten Start-Up-Award geht dieses Jahr an die zwei Dornbirner Meachtroniker Christian Krüse und Markus Hager für ihren handlichen E-Scooter.

Alltagsweg, Geschäftsreise oder Städtetrip: Der E-Scooter von Saem ist so leicht und flexibel, dass man ihn überall hin mitnehmen kann. Die Beweglichkeit und Kompaktheit stammen von einem innovativen Gleitlagerkonzept. V-Research stand den beiden Entwicklern und Gründern Markus Hager und Christian Krüse für die Optimierung zur Seite. Am 1. Oktober wurden sie mit dem diesjährigen ACR Start-Up Preis ausgezeichnet, der von der Förderbank aws unterstützt wird.
„Der Spaß überwiegt, und wir lernen ständig dazu“, resümiert Christian Krüse nach vielen Monaten Entwicklungszeit und Tüftelei. Gemeinsam mit seinem Studienkollegen Markus Hager hat er einen Elektroroller entwickelt, der nur fünf Kilogramm wiegt und so beweglich ist, dass er sich leicht tragen und ins Handgepäck falten lässt. „Die kompakten Maße bekommt man nur mit innovativen Lenk- und Klappmechanismen hin“, erläutert Florian Ausserer vom Forschungsunternehmen V-Research, das die Entwicklung eines optimalen Lenkmechanismus mit reibmechanischer Expertise unterstützte.

Lenkachse von der Bewegungsachse entkoppelt
Die beiden Dornbirner Mechatronik-Absolventen haben ihrem Elektroroller den Namen „Saem“ gegeben. Saem steht für „smart advanced electric mobility”, und der Anspruch der Unternehmensgründer an ihre Innovation ist hoch: Saem soll überall flexible Mobilität ermöglichen, qualitativ hochwertig und entsprechend langlebig sein. „Wir konnten durch unsere Reibverschleißanalysen Gewissheit darüber herstellen, wie langlebig die neu entwickelten Mechanismen tatsächlich sind“, erklärt Florian Ausserer.
Bei Saem werden existierende Maschinenbauelemente so kombiniert, dass die Lenkachse von der Bewegungsachse entkoppelt ist. Damit Saem klein, leicht und mobil bleibt, ersetzten Hager und Krüse die klassischen Kugellager durch Gleitelemente auf Kunststoffpolymerbasis. Reibung und Verschleiß sind die Spezialgebiete von V-Research. Das Vorarlberger Forschungsunternehmen entwickelt Reibmodelle, die den jeweiligen Mechanismus in einem Modellversuch abbilden.

Der ACR Start-Up Preis
Der ACR Start-Up Preis powered by aws wurde 2018 zum zweiten Mal vergeben und zeichnet ein innovatives Start-up für eine Produkt- oder Prozessinnovation aus, das mit einem ACR-Institut zusammengearbeitet hat. Mit dem Start-Up Preis wollen aws und ACR nicht nur die individuelle Leistung der Gewinner sichtbar machen, sondern zudem auch Aufmerksamkeit für die Innovationskraft in Österreich schaffen.
Die Jurierung erfolgt durch die aws, bewertet werden Innovationsgehalt, Wachstumspotenzial, Engagement und Maßnahmen zur Sicherung des geistigen Eigentums. Das Start-Up erhält von der aws einen Beratungsgutschein in der Höhe von 2.000 Euro sowie eine Teilnahme am Pioneers Festival 2019.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 04.10.2018