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29. Juni 2017

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Bio braucht Kontrolle

Bio braucht Kontrolle© Bilderbox.com

Österreich ist europaweit führend bei Bio-Anbauflächen. Wie bio die wirklich sind, kontrolliert die ABG.

Knapp 22 Prozent der landwirtschftlichen Flächen in Österreich werden biologisch bewirtschaftet, Tendenz steigend. Damit ist Österreich in der Kategorie Bio-Betriebe, gefolgt von Schweden mit 16 Prozent, Spitzenreiter in Europa. Kontrolliert werde diese Betriebe von der Austria Bio Garantie GmbH (ABG), einem gemeinnützigen Non-Profit-Unternehmen. 11.400 landwirtschaftliche Bio-Betriebe werden mindestens einmal im Jahr kontolliert. Die 1.400 Firmen, die Bio-Produkte weiterverarbeiten werden bis zu dreimal jährlich kontrolliert.

Zertifizierung der Produkte
„Bio-Lebensmittel werden von der Produktion bis zur letzten Bearbeitungsstufe durchgehend geprüft, Verstöße gegen die Bio-Richtlinien bestraft“, erklärt ABG-Sprecherin Johanna Zollitsch. Die Zertifizierung der Produkte mit dem neuen EU-Bio-Logo kann seit 2010 auch im Internet unter kontrolliert werden. Mit rund 50 Beschäftigten erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von rund 5,8 Millionen Euro. Die Kosten der Kontrollen variieren nach Hektar und machen im Durchschnitt 200 Euro pro Betrieb aus. Der Stundensatz für Verarbeitungsunternehmen liegt bei 90 Euro.
Außer an zwei Standorten in Niederösterreich und in der Steiermark kontrolliert das Unternehmen mit eigenen Niederlassungen auch Bio-Produkte in Bulgarien, Rumänien und Kroatien mit etwa 20 Mitarbeitern und in Ungarn mit einer Partnerfirma mit zehn Beschäftigten.

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NOE-Wirtschaftspressedienst/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 31.05.2017