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29. März 2017

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Datenschutz? Total egal!

Datenschutz? Total egal!© piqs.de/edmund zielienski

Mailings von vielen Pharmakonzernen haben große Mängel in Bezug auf Rechtssicherheit und Qualität.

Die Mehrheit der Pharmakonzerne missachtet den Datenschutz rigoros, wenn es um den direkten Kundendialog geht. Das hat eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung absolit ergeben. Für die Erhebung wurden 166 Unternehmen der Gesundheitsbranche anhand von über 40 Einzelkriterien hinsichtlich der Qualität ihres E-Mail- und Newsletter-Marketings untersucht. Besonders der Umgang von Pharmaunternehmen mit den Kundendaten ist erschreckend. 66 Prozent der Konzerne verlangen bei der Anmeldung zum Newsletter mehr Daten von ihren Kunden als erlaubt. Dieser Wert liegt 23 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Branchen.

Kein rechtssicheres Impressum
"Die Zahlen sind schockierend. Hier müssen die Unternehmen der Gesundheitsbranche dringend handeln, wenn sie ihre Kunden nicht verlieren wollen", kritisiert Studienautor Torsten Schwarz. Bei der Nutzung dieser Daten würden Abonnenten zudem nur allzu oft im Unklaren gelassen: Knapp 40 Prozent der Konzerne weisen bei der Newsletter-Anmeldung nicht darauf hin, wie und in welchem Umfang die persönlichen Informationen verwendet werden, erläutert der Experte.
Auch wenn die sogenannte Willkommens-Mail nach einer Anmeldung fester Bestandteil jedes E-Mail-Marketing-Repertoires sein sollte, wird in 36 Prozent der Fälle auf diese Möglichkeit zur Kontaktaufnahme verzichtet. Die Firmen dagegen, welche eine Begrüßungs-Mail versenden, gehen sehr offenherzig mit der Kennzeichnungspflicht um. Demzufolge haben 80 Prozent der Unternehmen kein vollständiges und damit rechtssicheres Impressum, 40 Prozent verzichten gar komplett darauf. Damit riskieren die Konzerne teure Abmahnungen und ihre Reputation.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe PressetextAustria/red/stem, 20.03.2017