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26. Juni 2017

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Die neue Selbstverpflichtung wirkt

Die neue Selbstverpflichtung wirkt© piqs.de/connor212

Der Frauenanteil in Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen ist auf über 40 Prozent gestiegen, Nachholbedarf existiert noch in der Privatwirtschaft.

Die Bundesregierung hat den aktuellen Fortschrittsbericht zur Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsgremien staatsnaher Unternehmen beschlossen: "Der Trend geht in die richtige Richtung. Im Schnitt ist der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien staatsnaher Unternehmen um 2,3 Prozentpunkte auf 40,3 Prozent gestiegen", teilen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner gemeinsam mit.

Vorbild für Privatwirtschaft
"Die Selbstverpflichtung ist auch ein Vorbild für die Privatwirtschaft. Wir müssen das Potenzial qualifizierter Frauen in Österreich stärker nützen. Davon profitieren Unternehmen und Gesellschaft", sagt Wirtschaftsminister Mitterlehner. „Die Privatwirtschaft hat mit derzeit 18 Prozent Frauenanteil in den Aufsichtsräten im Vergleich zum Bund noch deutlich Aufholbedarf. Die Bundesregierung hat sich daher auf die Einführung einer 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte von Großunternehmen geeinigt. Wir müssen den Weg für Frauen an die Spitze ebnen“, sagt Rendi-Wagner.
Laut dem aktuellen Fortschrittsbericht entsendet der Bund in die 56 erfassten Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50 Prozent und mehr insgesamt 295 Aufsichtsratsmitglieder. Davon sind inzwischen schon 119 mit Frauen besetzt. Die überwiegende Zahl, nämlich 31 Unternehmen, erfüllen schon jetzt die bis Ende 2018 umzusetzende Quote von 35 Prozent oder liegen sogar darüber. So hat etwa das Wirtschaftsministerium in den ihm zugeordneten zehn Unternehmen im Schnitt einen Anteil von 51 Prozent erreicht.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 30.03.2017