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20. April 2019

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Die Schattenwirtschaft boomt weiter

Die Schattenwirtschaft boomt weiter© Piqs.de/ ArgonR

In Niederösterreich wird das im sogenannten Pfusch erwirtschaftete Geldvolumen heuer 2,8 Milliarden Euro betragen. Die meiste Schwarzarbeit passiert im Baugewerbe und bei den haushaltsnahen Dienstleistungen, so ein Bericht des NOe-Wirtschaftspressedienstes nach Berechnungen der Linzer Johannes Kepler Uni.

(red/cc) Rund 2,8 Milliarden Euro wird heuer das Gesamtvolumen der Schattenwirtschaft, vulgo „Pfusch“, in Niederösterreich erreichen. Diese Zahlen basieren auf Berechnungen von Friedrich Schneider vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Johannes Kepler Uni in Linz. Die regionale Wertschöpfung der Schwarzarbeit in Niederösterreich wird damit im Vergleich zum Vorjahr um 170 Millionen Euro oder 5,7 Prozent zurückgehen. 2018 ist in Niederösterreich noch um 2,97 Milliarden Euro gepfuscht worden.

Baugewerbe, Frisuren, Babysitten und Nachhilfestunden
Als Gründe für die rückläufige Schattenwirtschaft im Land ortet Schneider das starke Wirtschaftswachstum sowie die gesunkene Zahl an Arbeitslosen. Die geplante Steuerreform werde die Schwarzarbeit ebenfalls bremsen. Ein wirksames Mittel zur Pfuschbekämpfung „wäre auch die baldige Abschaffung der sogenannten „Kalten Progression“, so der Uni-Professor.

Am meisten schwarz gearbeitet wird in Niederösterreich traditionell im Baugewerbe. Laut Schneider macht dieser größte Brocken heuer landesweit 1,1 Milliarden Euro aus. Kräftig gepfuscht wird auch im Friseurgewerbe und bei den sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen, wie Babysitten oder Nachhilfestunden. Darauf entfallen in Niederösterreich zusammengerechnet 481 Millionen Euro. Auf jeweils 452 Millionen Euro kommt die Schattenwirtschaft in Niederösterreich bei Gewerbe- und Industriebetrieben sowie in Hotels und Gaststätten. 

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Noe-Wirtschaftspressedienst/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 12.04.2019