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23. September 2017

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Digitalisierungsskepsis von Jungakademikern wächst

Digitalisierungsskepsis von Jungakademikern wächst(C) bilderbox.com

40 Prozent sehen ihre Jobs durch die Automatisierung bedroht, mehr als jeder Zweite glaubt, eine Umschulung machen zu müssen.

Angst vor Krieg und Terror, wirtschaftliche Unsicherheit: Die Stimmung der gut ausgebildeten Millennials hat sich 2016 eingetrübt, ergab eine Deloitte-Umfrage unter 8.000 nach 1982 Geborenen mit akademischem Abschluss und Vollzeitjob. In der Arbeit wollen die jungen Leute daher vor allem Sicherheit.
40 Prozent sehen ihre Jobs durch die Automatisierung bedroht, und 44 Prozent rechnen mit einer sinkenden Nachfrage nach ihren Fähigkeiten. Mehr als jeder Zweite glaubt, eine Umschulung machen zu müssen. Nur jene, die bereits jetzt viel in sozialen Medien unterwegs sind, sind optimistischer. 64 Prozent der "superconnected" Millennials rechnen damit, dass es für ihresgleichen in Zukunft mehr Jobs geben wird. Von jenen, die Facebook und Co. nicht so stark nutzen, sind es nur 15 Prozent.

Wenig Optimismus
Was die eigene wirtschaftliche Situation betrifft, blicken die Millennials - auch Generation Y genannt - nicht sehr optimistisch in die Zukunft. Nur rund ein Drittel der Befragten in den reichen Ländern glaubt, dass es ihnen künftig im Vergleich mit ihren Eltern finanziell und emotional besser gehen wird. Im Job wünschen sich die Befragten jetzt mehr Sicherheit als in der jüngeren Vergangenheit. Nur mehr 38 Prozent wollen aktuell innerhalb von zwei Jahren ihren Arbeitgeber wechseln, vergangenes Jahr waren es noch 44 Prozent. 31 Prozent planen derzeit, länger als fünf Jahre im derzeitigen Job zu bleiben, vergangenes Jahr waren es 27 Prozent. Zwei Drittel wünschen sich eine fixe Vollzeitanstellung.
Dennoch schätzen die jungen Berufstätigen flexible Arbeitsbedingungen. Der Beratungskonzern Deloitte hat im September 2016 rund 8.000 Millennials aus 30 Ländern mit Vollzeitbeschäftigung in überwiegend großen Unternehmen befragt. Österreicher waren nicht darunter.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webausgabe, 03.03.2017