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26. Mai 2017

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„Gemeinsam gut entscheiden“

„Gemeinsam gut entscheiden“© piqs.de/tony fischer

Die Donau-Universität Krems unterstützt die neue österreichische Initiative zur Stärkung evidenzbasierter Entscheidungen von Ärzten und Patienten.

Welche Behandlungen und Untersuchungen nützen den Patienten wirklich, welche können sogar schaden? Welche werden zu häufig, welche zu selten eingesetzt? Um evidenzbasierte Antworten auf diese Fragen zu erarbeiten, startet nun in Österreich die Initiative „Gemeinsam gut entscheiden“. Wissenschaftlich unterstützt wird das Projekt durch eine Kooperation des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Empidemiologie der Donau-Universität Krems mit dem Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung der Medizinischen Universität Graz.
Ob Patienten eine bestimmte Behandlung oder Untersuchung erhalten oder nicht, hängt häufig von eingebürgerten Gepflogenheiten ab oder von den Erfahrungen jener Experten, die darüber entscheiden. „So kommt es zu Überversorgung auf der einen und Unterversorgung auf der anderen Seite“, fasst Anna Glechner von der Donau-Universität Krems den Hintergrund der Initiative zusammen.

Gegensteuern
Ziel ist, die Entscheidungen im medizinischen Alltag mit evidenzbaiserten Empfehlungen zu unterstützen, um einer Fehlversorgung entgegenzusteuern. Dazu werden gemeinsam mit medizinischen Fachgesellschaften Listen von präventiven, diagnostischen und therapeutischen Verfahren erstellt, die entweder wenig nachweisbaren Nutzen haben oder sogar Schaden verursachen können.
Im Rahmen der Initiative erarbeitet die Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie als erste Fachgesellschaft des Landes eine Liste von Empfehlungen für ihre Mitglieder. „,Gemeinsam gut entscheiden’ ist ein Projekt von Ärzten für Ärzten und Patienten“, so Glechner. „Wir möchten damit einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit und Qualität in der medizinischen Versorgung leisten.”

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 19.05.2017