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21. Juli 2017

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Kaufen oder Mieten, das ist hier die Frage

Kaufen oder Mieten, das ist hier die Frage© Bilderbox.com

Die Sharing Economy ist einer Studie zufolge in immer mehr Bereichen auf dem Vormarsch.

Gegenstände zu mieten oder kurzzeitig auszuleihen wird immer häufiger zum Usus. Eine aktuelle Umfrage von MAKAM Research zeigt, welche Angebote am bekanntesten sind, in welchen Lebensbereichen am meisten gemietet wird und wo das größte Nutzungspotenzial besteht. Die Bekanntheit von Miet- und Ausleihmöglichkeiten ist bei Fahrrädern und Carsharing mit 87 und 86 Prozent am größten. Ebenfalls eine sehr hohe Bekanntheit weisen Ausleih- bzw. Streamingmöglichkeiten im digitalen Bereich auf.

Ausleih- und Streaming
Weiters vergleichsweise hohe Bekanntheitswerte haben ein mögliches Mieten von Sportutensilien (62 Prozent) und Werkzeugen (55 Prozent);
ebenso das Mieten oder Ausleihen in anderen Bereichen, wie zum Beispiel Kleidung (39 Prozent), Musikinstrumente (38 Prozent), Party-Utensilien (38 Prozent), Bilder/Kunst (35 Prozent) und Autozubehör (34 Prozent). Etwa ein Drittel nutzt Ausleih- oder Streamingmöglichkeiten bei Musik und bei Filmen. Bei eBooks sind es 28 Prozent. 3 von 10 Wienern haben sich bereits Sportutensilien ausgeliehen und 19 Prozent haben sich im Carsharing versucht. In allen anderen abgefragten Bereichen wurde das Ausleihen eher selten genutzt.

Platz sparen
Als häufigste Gründe für das Mieten von Gegenständen werden Kosteneinsparungen genannt, besonders wenn die Gegenstände nicht häufig gebraucht werden. Aber auch Platzsparen, sowie die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sprechen für viele Wiener für die Möglichkeit des Ausleihens. Als häufigste Gründe gegen das Mieten oder Ausleihen werden Unsicherheiten bezüglich der Haftung bei Beschädigung und hinsichtlich der Qualität der ausgeliehenen Gegenstände genannt, aber auch die Tatsache, Gegenstände einfach besitzen zu wollen oder Bedenken hinsichtlich der Hygiene halten viele Wiener davon ab, an der Sharing Economy teilzunehmen.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 10.05.2017