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26. Juni 2019

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„Meilenstein für Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit“

„Meilenstein für Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit“© T-Mobile

T-Mobile startet Österreichs erstes 5G-Netz mit Schwerpunkt ländlicher Raum. Kanzler Kurz sowie die Minister Schramböck und Hofer schließen gemeinsam mit Chefs von Deutscher Telekom und T-Mobile Austria 17 Gemeinden per Liveschaltung an.

(red/czaak) Der Abschluss der von der aktuellen Bundesregierung im Vergleich zu früheren Auktionen weitaus schneller und ökonomischer umgesetzten Frequenzauktion Anfang März mit den dabei erworbenen Nutzungsrechten schafft für T-Mobile Austria die Voraussetzung für den Aufbaustart des neuen Kommunikationsstandards 5G. Letzten Dienstag hat nun T-Mobile Austria als Tochter der Deutschen Telekom die ersten 5G-Mobilfunkstationen in Betrieb genommen und der Schwerpunkt lag dabei bewusst im ländlichen Raum, verteilt über ganz Österreich.
„T-Mobile gibt mit der 57 Millionen Euro Investition für 5G-Frequenzen ein klares Bekenntnis zur digitalen Zukunft Österreichs ab“, betonte Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria. „Der 26. März 2019 ist ein historischer Tag, wir starten mit dem ersten 5G-Netz in Österreich und bieten damit unseren Kunden mobiles Breitband in Glasfasergeschwindigkeit“, so Bierwirth, der in Beisein von Srini Gopalan, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom, von 2018 bis 2021 rund eine Milliarde Euro an weiteren Investitionen in Breitbandinfrastruktur ankündigte.

Dank an Deutschen Telekom für Vertrauen in Standort Österreich
Um die Bedeutung für den Standort Österreich zu unterstreichen, nahmen auch Bundeskanzler Sebastian Kurz plus Wirtschafts- und Digitalministerin Margarete Schramböck plus Infrastruktur- und Innovationsminister Norbert Hofer an der Veranstaltung teil. Über eine (problemlos funktionierende) Live-Schaltung wurde sodann das niederösterreichische Hohenau an der March als erste österreichische Gemeinde mit dem neuen 5G-Netz versorgt. Der dortige Bürgermeister Wolfgang Gaida nutzt die live-mediale Gelegenheit dann auch gleich für eine mehrminütige Bewerbung seiner Gemeinde als nunmehr breitbandnetzausgestatteter Wirtschafts- und Tourismusstandort.
„Österreich ist Pionier im 5G-Ausbau und das ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Wettbewerbsfähigkeit, unseren technologischen Fortschritt und für die Lebensqualität der Österreicher“, betonte auch Bundeskanzler Sebastian Kurz. „Ich danke dem Deutschen Telekom Konzern für das Vertrauen in unseren Standort“, so Kurz, der auf entsprechende Journalistenfragen auch andere österreichische Telekomanbieter betreffend 5G-Netzausbau in der Pflicht sieht und hier auch auf die (diesbezüglich strengen) Auktionsparameter verwies. Beobachter werteten dies als kleine Spitze in Richtung A1.

Neue Technologie bringt zusätzliche Wertschöpfung und Innovation
„Neue Technologie zieht immer auch zusätzliche Wertschöpfung und Innovation an. Wir haben von unserer Vorreiterrolle beim 3G-Standard profitiert und wir wollen auch bei 5G vorne statt nur dabei sein“, ergänzte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Die Möglichkeiten, die 5G den Menschen bietet, wird die Art wie wir leben komplett verändern“, so Infrastrukturminister Norbert Hofer, der zudem die nächsten 5G-Meilensteine betreffend Abdeckung der Landeshauptstädte und Hauptverkehrsrouten zwischen 2020 und 2023 in Aussicht stellte und flächendeckendes 5G dann bis 2025.
Die aktuellen 5G-Pionier-Gemeinden Österreichs sind Feichtendorf (Kärnten), Hochstrass (Niederösterreich), Hohenau an der March (Niederösterreich), Innsbruck (Tirol), Kaindorf an der Sulm (Steiermark), Kalsdorf bei Graz (Steiermark), Kapfenberg (Steiermark), Kirchbichl (Tirol), Loosdorf (Niederösterreich), Oberhofen am Irrsee (Oberösterreich), Pirka (Steiermark), Ried im Innkreis (Oberösterreich), Seefeld in Tirol (Tirol), Serfaus (Tirol), St. Johann in Tirol (Tirol), Villach (Kärnten) und Wartberg im Mürztal (Steiermark). In Summe wurden 25 Sender eingeschaltet.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 29.03.2019