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30. April 2017

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Spar Dir Deine blöden Witze!

Spar Dir Deine blöden Witze!© piqs.de/dorisalb

Eine Psychologin der Uni Graz untersucht gute und böse Absichten hinter den Späßchen.

In einer gemütlichen Runde zusammensitzen, sich unterhalten, Witze erzählen: Ob man damit ein harmonisches Miteinander erzielen oder auf Kosten anderer lachen möchte, ist individuell unterschiedlich. Die Art des Humors ist biologisch verankert, konnte Ao.Univ.-Prof. Dr. Ilona Papousek vom Institut für Psychologie der Uni Graz in einer Studie klären. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Scientific Reports publiziert.

Zwischenmenschliche Strategien
„Wir verhalten uns generell so, dass wir damit Dinge erreichen, die für uns einen belohnenden Charakter haben“, erklärt die Wissenschafterin. Je nach den vorrangigen zwischenmenschlichen Absichten stellt die Wahrnehmung von Fröhlichkeit oder von Verzweiflung anderer Personen eine Belohnung dar. Diese Vorlieben spiegeln sich auch in der bevorzugten Art, Humor zu produzieren, wider. Papousek hat untersucht, wie die Signale von Freud und Leid von unterschiedlichen Menschen verarbeitet werden.
Bei jenen, die Späße zur Aufheiterung machen, nimmt das Gehirn das für sie belohnende Lachen anderer Leute besonders stark wahr. Die andere Gruppe lässt soziale Signale der Traurigkeit stärker an sich heran. „Solche Personen machen bevorzugt Witze, um über andere zu lachen, sie auszulachen oder auf vermeintliches Fehlverhalten hinzuweisen“, ergänzt die Psychologin. In ihrer Studie beobachteten die Forscher die Signalverarbeitung im Gehirn und konnten damit auch die Art des Humors der Testpersonen vorhersagen. Die Forschung wurde vom Österreichischen Wissenschaftsfond FWF unterstützt und ist in den Schwerpunkt „Gehirn und Verhalten“ der Uni Graz eingebettet.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 30.03.2017