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14. November 2018

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„Der Überblick ist entscheidend.“

„Der Überblick ist entscheidend.“© Fujitsu Technologies

Wilhelm Petersmann von Fujitsu zu aktuellen Strategien für die digitale Transformation.

Ein Schwerpunkt in der Digitalisierung bei Unternehmen betrifft die Verbindung bestehender IT-Strukturen mit neuen technologischen Services. Welche Maßnahmen dabei relevant sind, erfuhr economy von Wilhelm Petersmann, Managing Director Austria & Switzerland von Fujitsu Technologies.

Economy: Welche aktuellen Entwicklungen im Bereich der unternehmensrelevanten IT sind erwähnenswert?
Wilhelm Petersmann: Die digitale Transformation verändert die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig. Technologische Entwicklungen werden noch intuitiver und einfacher nutzbar. Automatisierung, M2M-Kommunikation und künstliche Intelligenz setzten aber auch die Weiterentwicklung leistungsstarker sowie sicherer Datennetze und Rechenzentren voraus.

Was bedeutet Digitalisierung für ein Unternehmen grundsätzlich und was gilt es zu beachten?
Digitalisierung bedeutet die Änderung von Geschäftsmodellen und eine tiefgreifende Transformation der Kernprozesse. Daraus ergeben sich Chancen für neue Produkte, Kunden und Jobs.
Viele Unternehmen weisen aber einen geringen Digitalisierungsgrad auf, sie sind unsicher die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine weitere Herausforderung liegt darin, bestehende Infrastrukturen in den Digitalisierungsprozess einzubinden – also neue Technologien mit vorhandenen Lösungen nahtlos zu verbinden.

Welche generellen Empfehlungen würden Sie einem Unternehmen geben?
Wichtig ist eine offene Architektur mit breit anerkannten Standards und skalierbaren Technologien. IT-Leistungen sollten on demand gekauft werden um langfristige Bindungen zu verhindern und Kosten zu senken.
Aus rechtlichen Gründen und zur Vermeidung von Reputationsverlusten sollte viel Wert auf Sicherheit und Datenschutz gelegt werden. Angesichts der immer stärkeren Vernetzung ist diese Absicherung unverzichtbar geworden. Dennoch unterschätzen viele Unternehmen innere wie äußere Gefahren.
Je nachdem welches Schutzniveau benötigt wird, ist die Implementierung eines modularen Sicherheitskonzeptes empfehlenswert. Dieses sollte Rechenzentren, Datenübertragungen und Endgeräte ebenso abdecken, wie Sensoren, die im Internet of Things eine zentrale Rolle spielen. Immerhin ist das wertvollste Gut eines Unternehmens sein Wissen.

Ein aktuelles Thema ist Industrie 4.0 und IoT. Welche Ansatzpunkte sind hier relevant?
Durch Industrie 4.0 und IoT werden IT-Landschaften immer komplexer und Datenmengen wachsen ins Gigantische. Flexible Business Plattformen wie etwa MetaArc von Fujitsu unterstützen hier und verbinden verschiedene Cloud-Lösungen, IT-Infrastrukturen sowie digitale Konzepte wie Big Data, Mobility und IoT.
Ein Vorteil ist dabei die Möglichkeit einer ganzheitlichen Cloud-Implementierung wo nicht nur Fujitsus eigene IaaS- und PaaS-Plattformen eingebunden werden, sondern auch Lösungen anderer Cloud-Anbieter.

Welche Trends sehen Sie für die Zukunft im Bereich IKT?
Bei der Fülle an neuen Services und Trends, ist der Überblick entscheidend. Digitale Business-Plattformen können die reibungslose Integration neuer Lösungen in bestehende Systeme fördern.
Unsere Plattform MetaArc verbindet „Robust IT“ und „Fast IT“ und vereinfacht das Management von Alt-, Kern- und Entwicklungssystemen. Zudem können die erwähnten IoT-, Big Data- und KI-Anwendungen integriert werden.
Die Geschäftsprozesse können damit durchgehend an die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet werden, da schlüsselwichtige Themen wie Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit vom Provider gemanagt werden. Das Unternehmen kann sich auf seine Kernprozesse konzentrieren.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 24.04.2018