Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

18. November 2018

Search form

Search form

Beruf und Weiterbildung verbinden

Beruf und Weiterbildung verbindenPhotos.com

Berufsprofile unterliegen einem ständigen Wandel, dem mit lebensbegleitendem Lernen begegnet werden muss.

Entwicklung und Veränderung heißen die Zauberwörter der schnelllebigen Informations- und Kommunikationswelt. Die jüngste Entwicklung geht dahin, dass die modernen Informationstechnologien immer mehr Möglichkeiten bieten, hochwertige Dienste und Anwendungen zu nutzen. Dafür ist aber auch eine neue Orientierung in der Aus- und Weiterbildung nötig.

Für jedes Zeitbudget
Nur eine integrativ und interdisziplinär angesetzte Weiterbildung kann jenes Wissen vermitteln, das auch Fachleute brauchen, um den neuen Aufgaben gerecht zu werden. Das Zentrum für Praxisorientierte Informatik an der Donau-Universität Krems bietet eine kompetente Plattform für diese Art der Weiterbildung. Es beobachtet die zukünftigen Entwicklungen in der Informationstechnik und vermittelt diese in berufsbegleitenden Lehrgängen und Seminaren. Zum Thema „Security“ bildet die Donau-Universität Krems einen eigenen Kompetenzschwerpunkt und wird sich in Zukunft stärker auch in diese Richtung positionieren. Beispielsweise befähigt „Information Security Management“, eine unternehmensinterne Security-Strategie zu entwickeln, während „Security and Safety Management“ professionell für die Sicherheit von Personen und Sachwerten sorgt. Die berufsbegleitenden Lehrgänge vermitteln die gesamte Komplexität des Kernthemas mit allen relevanten Querschnittsthemen. Sie dauern in der Regel vier Semester und werden mit einem „Master of Science“ abgeschlossen. Zu all diesen und vielen anderen Themen werden auch Seminare angeboten, die wesentliche Inhalte der Lehrgänge in kompakter Form aufbereiten. Berufserfahrene Manager mit knappem Zeitbudget können sich dort neues Wissen in nur wenigen Tagen geblockt aneignen.

Partizipatives Internet
Walter Seböck, Leiter des Zentrums für Praxisorientierte Informatik, arbeitet mit seinem Team auch intensiv daran, die neuen Entwicklungen des partizipativen Internets – Stichwort Web 2.0 – einer breiteren Anwenderschaft zu erschließen: „Die neuen Möglichkeiten des E-Governments machen die Verwaltung transparenter. Alles geht in die Richtung einer aktiven Mitgestaltung durch neue Informationstechnologien.“
Laut Seböck nutzen zwar schon viele große Unternehmen oder Marketing-Agenturen die Chance, eigenen Content ins Internet zu stellen, aber die Mehrzahl der Unternehmen weiß damit noch nicht so recht etwas anzufangen: „Eine Agentur oder ein externer IT-Berater können zwar die technische Erstellung unterstützen, aber Web 2.0 muss von innen aus dem Unternehmen heraus gelebt werden. Am besten funktioniert das, wenn die eigenen Mitarbeiter damit arbeiten.“

INFO
• Details. Informationen zu allen Master-Lehrgängen und Seminaren des Zentrums für Praxisorientierte Informatik sind unter www.donau-uni.ac.at/zpi abrufbar.
Kontakt: Claudia Paulhart,
Department für Governance und Public Administration,
Donau-Universität Krems, Tel.: 02732/893-2308 oder claudia.paulhart@donau-uni.ac.at

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Faxen mit Mehrwert

Faxen mit MehrwertPhotos.com

Mit internetbasierten Fax-Server-Lösungen wesentliche Kosteneinsparungen erzielen.

Faxanwendungen werden seit Jahrzehnten von Unternehmen genutzt und sind nach wie vor aufgrund der zahlreichen Vorteile, die sie Benutzern bieten, kaum aus den Büros wegzudenken. Unternehmen können durch die Verwendung von innovativen und patentierten IP-Fax-Server-Lösungen wesentliche Kosteneinsparungen erzielen.

Flexibler Allrounder
Laut einem Bericht des Marktforschers Gartner wird das Fax zwar in Zukunft nicht verschwinden, doch verpassen Anbieter, die die Änderungen in der Verwendungsweise des Fax und der betreffenden Technologie ignorieren, eine strategische Geschäftschance. Astrid Krupicka, Marketing-Direktorin für Österreich und Osteuropa bei Alcatel-Lucent für Enterprise Solutions: „In der heutigen dynamischen Geschäftswelt sind kontinuierliche Verbesserungen der Produktivität und Effizienz für Unternehmen notwendig, wenn diese wirtschaftlich handeln und Kosten einsparen wollen. Die hohe Kommunikationsgeschwindigkeit bei geringen Kosten ist entscheidend für die Verarbeitung von Verträgen, Rechnungen, Bestellungen und anderen rechtsverbindlichen und geschäftskritischen Dokumenten. Mit Sicherheit liegt hierin der grundlegende Geschäftswert des Fax. Es bietet bewährte und umfassende Vorteile, zu denen beispielsweise niedrige Kosten, die Übertragung rechtlich anerkannter Dokumente, Formatunabhängigkeit, ständige Erreichbarkeit und globale Standardisierung sowie schnelle Übertragung und Sicherheit zählen.“
Nicht zuletzt auch aufgrund von Initiativen zur Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und Unternehmensrichtlinien setzen Firmen zunehmend auf Fax-Server-basierte Lösungen statt auf unverwaltete Faxgeräte, zumal diese bessere Berichte und Nachverfolgungsmöglichkeiten bieten. Produktivitätssteigernde Unified Communications (UC)-Lösungen werden von Unternehmen auf der ganzen Welt implementiert und verändern deren Geschäftsabläufe, indem der Zugang zu Informationen und die Erreichbarkeit der Mitarbeiter zu jeder Zeit und von jedem Standort aus ebenso verbessert wird wie die Geschwindigkeit der gesamten Kommunikation.

Effizienzsteigerung
Krupicka: „Die Alcatel-Lucent Omni-Touch 8450 Fax-Server-Lösung ist eine innovative und patentierte IP-Fax-Server-Lösung, die für Unternehmen jeder Größe geeignet ist. Bei weniger als 500 Benutzern kann die Lösung direkt auf dem Omni-Touch Unified Communications-Server installiert werden, wodurch die Gesamtbetriebskosten weiter gesenkt werden.“ Die Vorteile des Omni-Touch Fax Servers gegenüber dem manuellen Faxen liegen darin, dass Mitarbeiter keine zeitaufwendigen Wege zu den Faxgeräten zurücklegen müssen, und natürlich vor allem in der Senkung der Telekommunikationskosten um bis zu 40 Prozent durch den Wegfall analoger Telefonanschlüsse.

Links

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Multifunktionsgeräte sparen Kosten

Multifunktionsgeräte sparen KostenKonica Minolta

Moderne Druckerservices und -funktionalitäten steigern die Effizienz in Unternehmen.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wächst in den Unternehmen der Druck, laufende Kostenstellen noch gründlicher zu durchleuchten. Anstatt den Rotstift aber rigoros anzusetzen, sollte mit diesen Maßnahmen vorrangig ein Ziel verfolgt werden: die Effizienz des jeweiligen Unternehmensbereichs zu steigern ohne erfolgskritische Einschnitte vorzunehmen. Da die Druckkosten in vielen Firmen einen bedeutenden Teil des Budgets ausmachen, ist dieser Bereich vielfach für eine Effizienzsteigerung prädestiniert.

Zahlreiche Features
Bei BMW Austria hat man diesen Umstand erkannt und den Drucksystemanbieter Konica Minolta mit der Durchführung einer iDOC-Analyse beauftragt. Deren Ziel ist es, sämtliche kostentreibenden Faktoren im Output-Management bis auf den Cent genau zu erfassen und zu analysieren. Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde ein SafeQ-Printserver von Konica Minolta implementiert.
Um das bestehende Legic-Zutrittssystem auch für die Identifikation an den Multifunktionsgeräten verwenden zu können, stattete Konica Minolta zudem alle Drucker mit einem Kartenleser aus. Dadurch kann sich der Anwender an jedem beliebigen Multifunktionsgerät im Unternehmen identifizieren und seine Ausdrucke direkt anfordern. Diese „Follow Me“-Lösung hat den Vorteil, dass die Benutzer sich nicht schon beim Senden von Druckaufträgen auf ein bestimmtes Gerät festlegen müssen. Wenn ein MFP gerade belegt ist, wird einfach ein anderer verwendet.
Außerdem erlaubt das System, die einzelnen Druckjobs vor dem Druck nochmals zu sichten und gegebenenfalls zu löschen. Verwaltet werden alle Features zentral und intuitiv bedienbar über die Adminkonsole. Sie erlaubt auch die Überwachung des jeweiligen Druckaufkommens. Je nach Konfiguration informiert sie täglich oder wöchentlich über das Druckaufkommen einzelner Personen, Maschinen oder auch ganzer Abteilungen. Auf Basis dieser Daten erstellt SafeQ Reports, die dann automatisch an ausgewählte Personen versandt werden. Zur weiteren Effizienzsteigerung im Printer-Bereich bietet Konica Minolta seinen Kunden zudem das Management ihrer Print-Services an. Diese Dienste tragen dazu bei, die Ausfallssicherheit von Printer-Landschaften deutlich zu steigern und IT-Verantwortliche von zeitraubenden Service- und Wartungsaufgaben zu entlasten. „Das Hauptziel von Konica Minolta ist es, unseren Kunden zeitraubende administrative Tätigkeiten so weit wie möglich abzunehmen“, erklärt Johannes Bischof, Geschäftsführer von Konica Minolta Business Solutions Austria, den serviceorientierten Zugang.

Service erweitern
Obwohl das Dienstleistungsportfolio von Konica Minolta sich derzeit noch auf die eigene Produktpalette beschränkt, unterstreichen Kunden wie Erste Bank, BMW, Agrana, Fröhlich und Locker oder Schöllerbank das Potenzial dieses Service. Aus diesem Grund arbeitet Konica Minolta derzeit intensiv daran, das Angebot auch auf andere Drucker-Hersteller auszuweiten.

Links

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Services für anspruchsvolle Märkte

Services für anspruchsvolle MärkteSER

Produkte und Dienstleistungen besser verkaufen durch qualitativ hochwertige Content-Management-Lösungen.

Der letzte Hype bei Informationstechnologien (IT) lautete „serviceorientierte Architektur“ – und er ist gerade vorbei.
Das ist gut so, denn Technologien im Post-Hype-Stadium haben einen hohen Reifegrad. Viele Firmen konnten bereits umfangreiche Erfahrungen in Planung und Roll-out machen. Serviceorientierte Architektur (SOA) verfolgt zwei Ziele: technisch den Zusammenschluss unterschiedlicher bestehender und neuer IT-Systeme über standardisierte Schnittstellen. Fachlich ruht der Fokus auf der Ablauf­organisation eines Unternehmens: Durch die IT-Unterstützung von Vorgangsbearbeitung sollen Dienstleistungen mit vorhersagbarer, wiederholbarer Qualität angeboten werden.

Qualität entscheidet
Klingt bekannt? Kein Wunder, dasselbe fachliche Ziel verfolgte einst das „Business Process Management“. Prozesse wurden in Analysen erhoben, ISO-konform dokumentiert, und man hoffte, dass sich die Mitarbeiter an die Vorgaben halten. Tatsächlich ist es aber häufig so, dass die Qualitätsmanagement-Handbücher in Schubladen verstauben, die Dokumenta­tion wenig mit den dynamischen Realitäten des Betriebsalltags zu tun hat und Angestellte auf unterschiedlichen fachlichen Niveaus agieren. Das ist problematisch, denn Produkte und Dienstleistungen sind zunehmend Commodities. Für Unternehmen bedeutet dies: Die einzige Möglichkeit, sich vom Mittbewerb zu unterscheiden, ist die von Kunden wahrgenommene Qualität der Services. Die­se wird maßgeblich von den Faktoren Auskunftsbereitschaft, Standardisierung der Abläufe und Flexibilität bei Ausnahmen beeinflusst. Mit den DOXiS4-Enterprise-Content-Management-Lösungen des Software-Herstellers SER lassen sich diese drei Faktoren massiv verbessern.
Auskunftsbereitschaft bedeutet, dass das Front-Office einen vollständigen Überblick über alle Kundenaktivitäten haben muss. Dies wird durch die DOXiS4-flexible elektronische Akte ermöglicht. Ablaufstandardisierung führt dazu, dass alle Mitarbeiter die jeweiligen Vorgänge nach vorgegebenen Handlungsweisen abarbeiten. DOXiS4 Workflow ist die leistungsfähige Workflow-En­gine für die Verwaltung. Flexibilität bei Ausnahmen zielt darauf ab, dass mündige Kunden sich nicht gerne standardisierten Verfahren unterwerfen. Das DOXiS4 Content Repository bietet sachverhaltbezogene Suchfunktionen, die alle Mitarbeiter am Unternehmenswissen teilhaben und profitieren lassen.

Links

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Informationsfluss auf Knopfdruck

Informationsfluss auf KnopfdruckPhotos.com

Moderne Kommunikationsnetze machen sich in Zeiten der Krise rasch bezahlt. Sie verkürzen Entscheidungsprozesse und reduzieren Reisekosten. Kapsch Business Com hat ein solches für Funder Max implementiert.

Funder Max, ein Unternehmen von Constantia Industries, ist österreichweit aktiv. Mit insgesamt fünf Werken – in denen über 1000 Mitarbeiter beschäftigt sind – gehört der Industriebetrieb zu den führenden Span- und Faserplatten-Herstellern des Landes. Schon aufgrund dieser Größe ist das Thema Kommunika­tion unternehmens­intern von entscheidender Bedeutung.
Zusammen mit Kapsch Business Com hat Funder Max dazu einen technologisch innovativen Schritt gesetzt. Im Zuge eines umfangreichen Projekts wurde die bestehende Siemens-Hicom 350-Telefonanlage über einen SIP-Gateway/SIP-Trunk an einen Office Communications sowie einen Exchange Server von Microsoft angebunden. Parallel dazu wurden 150 Arbeitsplätze an den Werksstandorten St. Veit an der Glan, Wiener Neudorf und Neudörfl mit dem Office Communicator ausgestattet. Außerdem stehen nun drei Round-Table-Kameras für Videokonferenzen zur Verfügung, die die Conferencing-Funktionen des OCS 2007 nutzen.

Videokonferenzen
Gernot Weiß, IT-Netzwerk­administrator bei Funder Max, ist überzeugt, dass die neue Technologie unternehmens­intern auf breite Akzeptanz stoßen wird: „Vor allem die Round-Table-Kameras werden die tägliche Arbeit revolutionieren. Anstelle langwieriger Terminplanung und zeitaufwendiger Reisen können Besprechungen zwischen den verschiedenen Standorten künftig flexibel durchgeführt werden. Das wird sich nicht nur auf die Reisekosten auswirken, sondern auch auf die Zeit, in der Entscheidungen getroffen werden.“
„Eine besondere Herausforderung bei der Konzeption des Systems war es, Funder Max eine Lösung zu bieten, die sich nahtlos in die bestehende Telekom-Infrastruktur einfügt. Stärkstes Argument für unsere Kompetenz als Umsetzungspartner ist aber, dass der mit sechs Monaten bemessene Umsetzungszeitraum problemlos eingehalten werden konnte“, erklärt Christian Wenner, Leiter des Bereichs Communications bei Kapsch Business Com.
Plattform für die neuen Echtzeitkommunikationslösungen ist der Microsoft Office Communications Server 2007: Dieser basiert auf dem Session Initiation Protocol (SIP)-Standard. Damit erlaubt er dynamisches Voice-over-IP-Anrufmanagement auf Basis der Präsenzinformationen des Anwenders. Das System zeigt an, ob der Mitarbeiter gerade im Meeting, auf Geschäftsreise, im Urlaub oder am Arbeitsplatz ist und somit auch, ob und wie er am besten zu erreichen ist. Zielgerichtete Kontaktaufnahme via Telefon, Handy, Instant Messaging (IM) oder E-Mail wird damit möglich. Weitere Funktionen sind Audio-, Video-, und Webkonferenzen. Auch IM ist mit dieser Technologie möglich.

Links

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Warenkorb

Warenkorb

Warenkorb

• Multifunktionell. Die Geräte der aktuellen WE5-Serie von Sony verbrauchen mit rund 88 Watt in der Stunde kaum mehr Ener­gie als eine herkömmliche Glühbirne – und das bei optimaler Bildqualität. Damit verbrauchen die neuen Energiesparfernseher nur noch halb so viel Strom wie die Vorgängermodelle. Preise: 1599 Euro für 40 Zoll- und 1999 Euro für 46 Zoll- Bildschirmdiagonale.

• Sparefroh. Mit dem stromsparenden Desktop Dimotion Micro E1 bringt Ditech mehr Ökologie in den heimischen Computermarkt. Um einen Liter Wasser zu kochen, benötigt man gleich viel Strom wie ein Arbeitstag auf dem Dimotion, der 15 bis 25 Watt (unter Volllast) verbraucht. Dabei ist seine Leistung für übliche Büroarbeiten und als Heimarbeitsplatz ausreichend. Ausgerüstet ist der PC mit dem Intel Atom N270-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 320 Gigabte-Festplatte. Preis: ökonomische 319 Euro.

• Passendes Vokabular. Das passende Vokabular für die Zukunft liefert die neue Ausgabe von Business Spotlight. Wer ist ein Tree Hugger? Was sind Food Miles? Ein Vokabeltest prüft den Wortschatz des Lesers rund um den Klimawandel. Außerdem stellt das Englischmagazin für den beruflichen Erfolg Umweltdebatten in Dänemark und Indien vor und fragt, ob die Niederlande bald im wahrsten Sinne des Wortes baden gehen werden.

• Stromsparen mit Komfort. Fujitsu stellte seine neue Business-Linie von Eco-Monitoren vor. Die Monitore zeichnen sich in erster Linie durch ihre umweltfreundlichen und energiesparenden Eigenschaften aus, die Kosteneinsparungen von 50 Prozent im Vergleich zu bisherigen Geräten ermöglichen. So reduziert der Einsatz einer neuen Panel-Technologie die Anzahl von Beleuchtungsröhren im Hintergrund des Bildschirms und hilft 40 Prozent an Energie einzusparen. Preise wurden noch keine veröffentlicht.

• Biss in den grünen Apfel. Wurde Apple noch vor wenigen Monaten von Umweltschutzorganisationen gescholten, so hat das Unternehmen mittlerweile die Reißleine gezogen und spätestens mit den neuen MacBook-Modellen eine grüne Landung hingelegt. Mittlerweile wurde der Epeat-Gold-Status der amerikanischen Umweltschutzbehörde erreicht und die Energy Star 5.0-Auflagen erfüllt. Die Macbook Pro-Linie wurde kürzlich aufgefrischt und ist ab 1149 Euro erhältlich. Fotos: Hersteller

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Karriere

Karriere

Karriere

• Der Förderbeirat der Internet Foundation Austria (IPA) hat einen neuen Mann an der Spitze: Stefan Köhler, Gründungsmitglied des Förderbeirates, ist ab sofort Vorsitzender des Gremiums. Seine „Vize“ ist die ehemalige Sun-Microsystems-Chefin Sabine Fleischmann, die über Förderungen in Zukunft mitentscheidet. Foto: IPA

• Canon berief Johannes Loreck (42) zum Profibetreuer für Foto/Video analog und digital der Canon Professional Services (CPS). In dieser Funktion kümmert er sich um den vollständigen Support der Profifotografen. Loreck begann 1990 seine Laufbahn bei Canon Austria als Foto-Servicetechniker. Foto: Canon

• Kristina Orehounig (28) untersuchte thermische sowie visuelle und akustische Eigenschaften in den traditionellen Bauten einiger öffentlicher arabischer und türkischer Hammams und bekam dafür den Ressel-Preis 2009. Am 19. Juni wurde ihr der mit 13.000 Euro dotierte Preis verliehen.
Foto: TU Wien

• Ulrich Paulmann (50) hat die Geschäftsführung des österreichischen Baustoffgroßhandels Quester übernommen. Der gebürtige Magdeburger und Maschinenbauer ist seit 15 Jahren in der Baufstoffindustrie tätig, davon acht Jahre in der CRH-Gruppe, dem irischen Mutterkonzern von Quester.
Foto: Quester

• Alexander Rakosi (29) verstärkt seit Anfang Mai das Transaktionsteam der internationalen Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz. Dort bringt der mehrere Jahre in New York tätige Jurist nun seine internationale Erfahrung in den Bereichen M&A, Corporate Finance und Private Equity ein. Foto: CMS

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Eierpecken, die Dritte

Eierpecken, die DritteApple

Während die Kritik um die Apple-Zulassungs- oder Ausschlusspolitik von Software im iTunes-­Portal nicht abreißt, ver­kauft Apple innerhalb von drei Tagen eine Mio. neuer iPhone 3G S, verzeichnet sechs Mio. Downloads des neuen Betriebssystems OS 3.0 und steigert die Anzahl verfügbarer Applikationen für das „Telefon“ auf über 50.000. Das hat nicht nur die Erwartungen der Analysten übertroffen, sondern macht vor allem neugierig, was Google mit Android, Microsoft mit Windows Mobile, Nokia mit Symbian oder jetzt auch wieder Palm entgegensetzen. Das, wofür Microsoft in den letzten Jahren verurteilt wurde, geht bei Apple voll auf: ein ständig verbessertes Paket. Jetzt, in der Form des iPhone 3G S, um einen Kompass, die Internet-Modem-, Copy- und Paste-Funktionalität oder eine geräteweite Suchfunktion erweitert, zieht es noch mehr Anwender an, die mit ihren Applikationen den Datenverkehr der Provider erhöhen. Ziel erreicht: Für Provider, Anwender, Software-Entwickler und Zubehörindustrie wird das iPhone immer attraktiver, der Abstand zur Konkurrenz immer größer. Doch bekanntlich schläft diese nicht.

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Abgedrehte Glühbirnen

Abgedrehte Glühbirnen

Der weit verbreiteten Glühbirne soll der Garaus gemacht werden.

Die Adresse www.centennialbulb.org gilt als eine der weltweit meistbesuchten im Internet. Als Betreiber zeichnet eine Feuerwache in Livermore (Kalifornien) verantwortlich, und die Attraktion ist eine Glühbirne in eingeschaltetem Zustand. Diese leuchtet seit 1901 fast ununterbrochen. Es amüsiert, dass beispielsweise die Webcam, die dieses monotone Szenario für die Besucher aufzeichnet, bereits zweimal gewechselt wurde, während die dienstälteste Vier-Watt-Kohlefadenlampe immer noch im Einsatz steht.
Grundsätzlich passt dieser Auftritt zur Geschichte der Glühbirne, denn nach dem Innovationsschub im 19. Jahrhundert erfuhr dieser Gebrauchsgegenstand beinahe hundert Jahre lang keine große Entwicklungsarbeit. Es wurde zwar getüftelt, um die Lebensdauer zu verlängern und so beispielsweise hohe Auswechselkosten etwa bei Verkehrsampeln zu vermeiden. Letztlich war die Forschungsleistung aber immer ein Kompromiss zwischen Lichtausbeute und Lebensdauer. Und die­se pendelte zwischen 1000 und 2000 Betriebsstunden, abhängig vom Angebot der Erzeuger.

Geht Staaten ein Licht auf?
Zuletzt schaffte die herkömmliche Glühbirne ihren Weg in die Schlagzeilen, da neben der Europäischen Union vor allem auch Australien, Kuba, Neuseeland sowie die Schweiz gegen Glühlampen mit geringer Energieeffizienz auftreten und diese aus dem Beleuchtungshandel verbannen möchten. Als Argumente gelten Energiesparmaßnahmen, Energieknappheit und die Möglichkeit der Reduktion von Treibhausgasen. Kritiker mutmaßen, dass Lobbyisten wie der weltweit tätige, führende Lichthersteller Osram hinter diesem plötzlichen Sinneswandel stecken könnten.
Und es hat sogar den Anschein, dass der bevorstehende Technologiewechsel nunmehr einer Wirtschaftsdynamik unterzogen wird, um lange Zeit Versäumtes innerhalb kürzester Perioden nachzuholen. Denn während Energiesparlampen problemlos in die vorhandenen Lampenfassungen passen, bedeutet der Umstieg auf die LED-Technologie für den Privathaushalt höhere Anschaffungs- und Umrüstungskosten. Da kommt dem Konsumenten eine Energiekostenreduktion von 100 Euro pro Jahr insgesamt etwas mickrig vor. Bleibt nur noch die Frage, wann die Amerikaner auf diesen Zug aufspringen und wie die Feuerwache in Liver­more darauf reagieren wird?

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Wie kann man ökologisch sein?

Wie kann man ökologisch sein?

Seit der monumentalen Wahlschlappe der Grünen bei der EU-Wahl muss man sich die Frage stellen: Wie ideologisch ist die Umweltbewegung noch? Irgendwie ist da der Saft draußen. Wo ist denn die ganze Programmatik geblieben? Man erinnert sich mit einer Gänsehaut an die fundamentaltheo­retischen Diskurse, etwa zu den weltbewegenden Fragen, wie sehr denn Ökologismus als politische Strömung eine ideologische Übersteigerung von Umweltschutz an sich sei. Oder was man aus der Argumentation des Ökofeminismus ableiten könne, der davon ausgeht, dass es zwischen der Unterdrückung der Frau im Patriarchat und der Unterdrückung der Natur in Form der Umweltzerstörung Parallelen gibt. Oder ob es zielführend sei, mit dem herrschaftsverneinenden Ökoanarchismus den Klimawandel und das Ozonloch zu bekämpfen oder ob Ökoterrorismus in Form von Sabotageakten gegen Industrieanlagen der grünen Sache dienlich seien oder nicht. Nicht zuletzt wurden auch Fragen aufgeworfen, wie sehr sich Ökofundamentalismus frei nach dem kantschen Imperativ im „ökologischen Handeln“ niederschlagen soll, ohne fortschrittsfeindlich und zweckkonservativ zu wirken. Die Grünen haben eine große Chance vergeben: Ökologismus wäre nach dem Niedergang aller anderen Ideo­logien außer dem Kapitalismus zumindest eine ideologische Alternative zu Gewinnstreben und Konsum.

Economy Ausgabe 74-06-2009, 26.06.2009

Pages