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26. September 2018

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Schnappschuss

SchnappschussSorex Wireless

Neuland Award an Sorex Wireless

Sorex Wireless wurde von der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich Ecoplus International mit dem Neuland Award 2009 ausgezeichnet. Prämiert wurden Klein- und mittlere Unternehmen, die den Standort Niederösterreich stärken sowie mindestens fünf Prozent ihres Umsatzes in Zentral- und Osteuropa erwirtschaften. In der Hauptkategorie „Markt-erweiterung & Standortsicherung“ wurde Sorex mittels Punkteverfahren zum Gesamtsieger gekürt. Das Wiener Neustädter Unternehmen beschäftigt derzeit 31 Mitarbeiter und erwirtschaftet knapp 40 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Die Preisverleihung fand Ende Jänner im Rahmen eines Gala-dinners im Palais Niederösterreich statt. Landeshauptmann-Stellvertreter Ernest Gabmann übergab den Preis an Christian Csank, Geschäftsführer von Sorex Wireless. Foto: Sorex Wireless

Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Service: Mammografie-Screening

Service: Mammografie-ScreeningDPA/Karl-Josef Hildenbrand

Hinter dem in Zuckerlrosa gehaltenen Mascherl verbirgt sich eine bittere Wahrheit: Brustkrebs. Jedes Jahr müssen etwa 5000 Frauen in Österreich mit dieser Diagnose klarkommen – 1600 Patientinnen sterben an der Krankheit.

Das Mammakarzinom, der Brustkrebs, ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen, Doch leider gehen noch immer wenige Frauen regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Bei dieser stehen unterschiedliche Methoden zur Früherkennung, wie etwa der Tastbefund, Sonografie, Magnetresonanz und Mammografie, sprich: eine Röntgenaufnahme der Brust, zur Verfügung. Die Mammografie hat – im Unterschied zu den anderen Methoden – den Vorteil, dass damit kleine Veränderungen im Brustgewebe sichtbar gemacht werden können, und zwar lange, bevor sie tastbar sind.
Zwei Jahre lang (2006–2008) lief unter dem Motto „Ich schau auf mich“ im 15., 16. und 17. Wiener Gemeindebezirk ein Pilotprojekt für ein flächendeckendes Mammografie-Screening, das von der Stadt Wien und den Wiener Krankenversicherungsträgern durchgeführt, finanziert und von der Bundesgesundheitsagentur monetär unterstützt wurde.
Zielgruppe waren Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, das entspricht 26.153 Frauen in den drei ausgewählten Bezirken. Sie alle erhielten (mehrsprachige) persönliche Einladungsbriefe, in denen sie aufgefordert wurden, eine kostenlose Mammografieuntersuchung durchführen zu lassen. 80 Frauen meldeten sich für künftige Termine an, ihre Mammografie-untersuchung lag noch keine zwölf Monate zurück, was ein Kriterium für die Teilnahme am Screening war. 408 Briefe kamen zurück, weitere 2152 Frauen sagten ihre Teilnahme ab. Schluss-endlich beteiligten sich 2982 Frauen an dem Pilotprojekt, für 75 Prozent der Frauen war es die Erstmammografie. 17 von ihnen mussten sich in weiterer Folge einer Opera-tion unterziehen. Dabei wurden zehn maligne (bösartige) und sieben benigne Geschwülste diagnostiziert.
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely zieht Bilanz: „Mit unserem Pilotprojekt ist es uns gelungen, die Mammografierate in diesen Bezirken um über 22 Prozent zu steigern. Die direkte Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung hat besonders Frauen mit geringer Bildung und niedrigem Einkommen erreicht und sie dazu bewegt, zur Mammografie zu gehen.“
Hintergrund des Wiener Mammografie-Screenings ist ein Appell des Europaparlaments, für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren „flächendeckend Mammografie-Screening einzuführen“, da in dieser Altersgruppe die Effektivität einer solchen nachweisbar ist. Jährlich erkranken rund 275.000 Frauen in der EU an Brustkrebs. Foto: DPA/Karl-Josef Hildenbrand

Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Private Vorsorge sei Dank

Private Vorsorge sei DankZeichnung: Kilian Kada

Die Zwei- oder eigentlich Dreiklassenmedizin ist längst Realität.

„Eine Zweiklassenmedizin gibt es in Österreich nicht. Jeder Patient wird gleich behandelt. Es gibt keine Bevorzugung, keine differenzierte Behandlung, und jede Korruption in Hinsicht auf Operationstermine oder die Finanzierung und Auslastung von teuren Geräten wird strafrechtlich verfolgt und ist bei uns nicht die Regel.“
Egal ob Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) oder seine Vorgängerin Andrea Kdolsky (ÖVP), die Basisaussagen aus dem Bundesministerium für Gesundheit klingen seit Jahren gebetsmühlenartig in den Ohren der Patienten. Eigentlich haben die beiden recht, mittlerweile sprechen Experten in Österreich und der EU nicht von Zweiklassenmedizin, sondern greifen bereits zum Neo-Begriff „Dreiklassenmedizin“. Niemand, der selbst in die Verlegenheit kam, bedingt durch eine dringende medizinische Maßnahme unser oder das EU-Gesundheitssystem in Anspruch zu nehmen, wird bestreiten können, dass Patienten niemals gleichwertig und ungeachtet ihrer finanziellen und versicherungsbedingten Möglichkeiten behandelt werden. Das Gegenteil ist flächendeckend die Norm. Heute wird unter Selbstzahlern, Zusatz- oder privat versicherten Patienten und dem „Kassenpöbel“ unterschieden. Leute, die im Skiurlaub verunglücken, können diese Zeilen ebenso blind unterschreiben wie jene, die dringend eine spezielle Operation, Untersuchung oder Behandlung benötigen.

Abseits der Kassen

Auch ich habe dies deutlich erfahren. Ich war heilfroh, umfassend vorgesorgt zu haben, als es um die Wahl des durchführenden Topchirurgen, der bestgeeigneten Privatklinik, der Versorgungs- und Medikationsschritte, der einer Haubenküche ähnelnden Verpflegung und um das Einzelbettzimmer inklusive absoluter persönlicher Mündigkeit und 24-Stunden-Service für Besucher und Angehörige ging. Von Nachbehandlung, Physiotherapie und dergleichen gar nicht zu reden. Das Zücken einer Card wirkte Wunder.
Hätte ich mich auf die Pflichtkasse verlassen, hätte ich länger auf den OP-Termin, einen Assistenzarzt eines x-beliebigen Spitals oder auf Folgetherapien ohne freie Wahlmöglichkeit der Spezialisten gewartet. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Kassen in banger Erwartung staatlicher Hilfspakete am Rande des Bankrotts dahinvegetieren, muss ich daher allen, die es sich nur irgendwie noch leisten können, dazu raten, rasch eine private oder umfassende Zusatzkrankenversicherung abzuschließen.
Natürlich ist unser Gesundheitssystem nicht kaputt und die Basisversorgung für jedermann ausreichend gewährleistet. Natürlich ist eine private Vorsorge eine reine Kosten- und Leistbarkeitsfrage. Das Leben ist dabei leider sozial ungerecht, und einige fallen immer durch das Netz der Möglichkeiten. Generell müssen die Menschen jedoch realisieren, dass Eigeninitiative nun nicht nur bei der Pensionsvorsorge oder Jobwahl, sondern vor allem beim Thema Gesundheit mehr denn je gefragt ist.

Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Sozialismus in 
Rot-Weiß-Rot

Sozialismus in 
Rot-Weiß-Rot

Ich stehe in einem New Yorker Expressbus neben dem Fahrer, weil dieser so rast, die Schilder der Straßen immer schneller vorbeiziehen und ich nicht mehr weiß, wo ich abspringen soll. Nachdem wir den Absprung besprochen haben – fünf Blocks noch –, fragt er nach meinem Herkunftsland, ich sage „Austria“, er sagt bedeutungsvoll „Aah“. Dann kommt Verkehr der Raserei in die Quere, und der Fahrer erzählt von zwei Österreichern, die an derselben Haltestelle einstiegen und ihm erzählten, dass man in der Heimat wochenlang auf Arztbesuche warten müsse und diese dann erst nichts taugten. An die Halte-stange geklammert staune ich, ein wenig zu lange wohl, weil er nun hinterm Lenkrad gegen den Plan einer Krankenversicherung für alle („Socialism!“) wettert und dass dann sicher bald alles so schlecht wie sei wie in Austria. Ich sage „Keineswegs!“ und dass jeder zu fast jedem Arzt gehen könne, manchmal schon am nächsten Tag, wenn es pressiert. Ich falle nach vorn, weil wir am fünften Block sind, stolpere hinaus und denke an österreichische Freunde, die in London leben und ihre Arztbesuche im Heimaturlaub erledigen. Und die österreichische Lehrerin, die zur Kieferoperation nach Hause fliegt: „Ich bin ja nicht deppert.“ Kurz bin ich versucht, den Bus erneut zu besteigen und mit dem Fahrer über seine Krankenversorgung zu reden – wenn er den Job verliert und Krebs bekommt.

Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Hightech fürs Krankenhaus

Hightech fürs Krankenhaus Fotolia.com

Modernste Technologien helfen immer mehr Organisationen im Gesundheitswesen Zeit und Geld zu sparen.

Zunehmende betriebliche, klinische und gesetzliche Herausforderungen führen dazu, dass immer mehr der im Gesundheitswesen tätigen Organisatio-nen technische Systeme einführen, die ihnen dabei helfen, all diese Aufgaben zu bewältigen. Sogenannte integrierte Sys-teme für das Gesundheitswesen, die digitale Patientenakte oder auch computergestützte ärztliche Leistungsanforderungssysteme (CPOE) gehören mittlerweile fast schon zur Grundausstattung im Krankenhausalltag.
Nicht immer aber werden derartige Applikationen optimal genutzt, und auch nicht immer ist das jeweilige Netzwerk notwendigen Erweiterungen gewachsen. Da aber gerade die messbare Verbesserung des Leistungsangebots im Gesundheitswesen heutzutage nur noch durch den Einsatz modernster Technologien möglich ist, wird eben eine entsprechende Infrastruktur benötigt, die nicht nur eine adäquate Konnektivität und Leistung bietet, sondern auch den wachsenden Anforderungen im medizinischen Umfeld gewachsen ist.

Intelligentes Netzwerk

Als quasi digitales Nervensystem von Gesundheitsorganisationen hat Cisco das „Medical Grade Network“ entwickelt, das in vielen Krankenanstalten Österreichs erfolgreich zur Anwendung kommt. „Nachhaltige Qualität steht in jedem Gesundheitssystem Europas an obers-ter Stelle. Das Konzept des Cisco Medical Grade Networks wurde auf Basis dieses Prinzips ent-wickelt“, erläutert Paul Zotlöterer, Manager Sales & Business Development Healthcare Europe die zugrunde liegende Strategie.
Konkret verwendet das Cisco Medical Grade Network intelligente Technologien zur Klassifizierung der Informationen. Damit ist gewährleistet, dass die richtigen Informationen den richtigen Empfängern zur Verfügung gestellt werden – und zwar zum richtigen Zeitpunkt. Zudem integriert das Network unterschiedliche Technologien in einer konvergenten Infrastruktur und optimiert damit das Netzwerk- und Herstellermanagement. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Personen und Informationen in Echtzeit – unabhängig vom Standort und den verwendeten Endgeräten – miteinander verbunden werden können. Das wiederum ermöglicht Einsatzgebiete im Bereich der umfassenden Kooperation und der Online-Ausbildung.
Schlussendlich ist das Network in der Lage, sich permanent selbst zu überwachen und gegebenenfalls zu reparieren. Das Risiko teurer Ausfälle wird dadurch ganz erheblich reduziert. Vor allem der Faktor „Mobilität“ spielt im Gesundheitssektor eine immer größere Rolle. Kam WLAN klassischerweise bislang primär bei den konventionellen Kommunikationstechnologien wie Laptops, Personal Digital Assistants und Internet-Telefonie zum Einsatz, so greift man mittlerweile auch in Zusammenhang mit telemetrischen Monitoren oder mobilen Ultraschallgeräten darauf zurück.
„Eine Studie aus Frankreich hat ergeben, dass Pflegepersonal pro Tag nicht mehr als eine halbe Stunde für eigentliche Pflege zur Verfügung hat. Durch unsere Mobility-Lösungen haben Ärzte oder Pflegepersonal wieder mehr Zeit, um ihren Kernaufgaben nachzugehen“, meint Zotlöterer. Eine wesentliche Erleichterung im Spitalsbetrieb stellt auch ein effizientes Management von Patientendaten dar. Eine Vielzahl von medizinischen Hightech-Systemen liefert immer detailliertere Daten, was einerseits die Diagnostik erleichtert, andererseits aber zu einem rasanten Anstieg von Patientendaten führt. Nachdem diese für verschiedene Abteilungen rasch zur Verfügung gestellt beziehungsweise für einen bestimmten Zeitraum gespeichert werden müssen, ist ein intelligentes Datenmanagement unumgänglich. Zotlöterer: „Cisco hat intelligente Datenmanagement-Lösungen im AKH Wien, dem Wiener Kranken-anstaltenverbund sowie dem Landeskrankenhaus Villach umgesetzt.“

Sicherer Informationsfluss
Auch aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitsbranche wie etwa „Connected Health“, also der umfassende vernetzte Austausch von medizinischen Daten und Informatio-nen, beschäftigen Cisco. „Der Schlüssel zu einem funktionierenden Gesundheitsnetz ist ein abgesicherter Informationsfluss – unabhängig von den bestehenden Patienteninformationssystemen eines Krankenhauses oder eines niedergelassenen Arztes. Die IHE-Initiative will die bislang unverbundenen Informationstechnologie (IT)-Inseln miteinander verbinden und mithilfe etablierter Standards den system-übergreifenden Austausch von medizinischen Daten und Bildern ermöglichen“, so Zotlöterer.
IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) ist eine Ini-tiative von Anwendern und Herstellern mit dem Ziel, den Informationsaustausch zwischen IT-Systemen im Gesundheitswesen zu standardisieren und zu harmonisieren. Cisco hat mit „Spirit-AXP“ eine neue Router-Serie speziell für den Austausch von medizinischen Daten im Gesundheitswesen vorgestellt. Die E-Health-Router sind mit einer aus Österreich entwickelten Software ausgestattet, die sich am weltweiten IHE-Standard orientiert. Großes Zukunftspotenzial wird auch der Online-Kommunika-tion im Gesundheitsbereich prognostiziert. Bislang war es notwendig, dass sich Spezialisten an einem Ort trafen, um mögliche Therapieoptionen abzuklären. Derartige „Boards“ werden künftig immer mehr ortsunabhängig abgehalten. Qualitativ hochwertige Videokommunikationssysteme bilden dafür die Grundvoraussetzung. Cisco ist diesbezüglich mit einigen österreichischen Krankenanstaltenverbünden in Planung.

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Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Komplettes Leistungsspektrum

Komplettes LeistungsspektrumFotolia.com

Gesundheitsvorsorge und potenzielle Krankenbetreuung in digitaler Verfügbarkeit.

Die vielseitigen Healthcare-Lösungen von Alcatel-Lucent bieten Patienten, Ärzten, Pflegekräften und Krankenkassen die Möglichkeit, sich schneller an die Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt anzupassen und das Dienstleistungsangebot für alle Beteiligten zu verbessern.
Alcatel-Lucent bietet gemeinsam mit seinen Applikationspartnern Lösungen an, die Mitarbeitern von Krankenhäusern und Pflegeheimen ein effizienteres Arbeiten ermöglichen. Das Portfolio umfasst die technische Infrastruktur für eine Breitbandanbindung, Internet-Protokoll (IP)-Kommunikationsplattformen, moderne Kommunikationseinrichtungen, mobile Lösungen über WLAN und Dect sowie Contactcenter-Lösungen. Durch die effiziente Zusammenführung von Telekommunikations- und Informationstechnologie (IT)-Netzwerken in einer IP-Lösung wird zudem die Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsprozessen unterstützt, mit dem Ziel – etwa im Krankenhaus –, wichtige Infos zu jeder Zeit an jedem Ort Ärzten und Pflegepersonal zur Verfügung zu stellen.

Webservice-Lösungen
Mit den Webservice-Lösun-gen von Alcatel-Lucent können Arbeitsprozesse im Gesundheitswesen zwischen den unterschiedlichen Partnern automatisiert werden. Dies steigert ganz wesentlich die Effizenz im Gesundheitswesen. Alcatel-Lucent unterstützt in diesem Rahmen unter anderem die University of Pittsburgh Medical Center (UPMC) bei der Transformation der kompletten Kommunikationsinfrastruktur. Die professionellen Services des Unternehmens beinhalten Beratung, Netzdesign, Netzaufbau und Netzbetrieb – sprich: Outsourcing.

Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Anleitungen zur Selbsthilfe

Anleitungen zur Selbsthilfe Fotolia.com

Hightech-Geräte erleichtern den Umgang mit Krankheit und Alter – ganz ohne zusätzlichen Betreuungsaufwand.

Wie so oft sind es die Binsenweisheiten, die sich in Zeiten wie diesen einmal mehr bewahrheiten. Eine davon lautet: Wir werden zwar heutzutage älter, aber nicht unbedingt gesünder. Rasante gesellschaftliche Entwicklungen fordern 
ihren Tribut. Doch hier kommt wiederum die gute Nachricht: Rasante technische Entwicklungen helfen uns mitunter dabei, dieses Manko adäquat zu kompensieren.
Die E-Health-Applikationen von Alcatel-Lucent haben die Zielsetzung, dem österreichi-schen Gesundheitswesen durch den intelligenten Einsatz moderner Kommunikationstechnologien eine Anpassung an die sich ändernde demografische Bevölkerungsstruktur zu ermöglichen. Der Fokus wird dabei vor allem auf den wachsenden Bevölkerungsanteil mit einem gesteigerten Gesundheitsbewusstsein und an ältere Menschen gerichtet.

Digitale Prävention
Hauptsächlich chronische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und Diabetes sind weltweit im Zunehmen begriffen. Anhand einer im internationalen Umfeld bereits kommerziell eingesetzten Lösung will Alcatel-Lucent mittelfristig eine verbesserte Betreuung von Herzinsuffizienz- beziehungsweise Diabetespatienten erreichen. Von einer solchen profitieren in weiterer Folge sowohl der Patient als auch die beteiligten Gesundheitsdienstanbieter – also Arzt, Krankenkassen et cetera. Eine weitere Lösung soll Heimdienstleister und insbesondere deren Klienten durch eine alltagstaugliche Lösung unterstützten. 
Deklariertes Ziel ist es, dass ältere Personen dadurch länger in ihrer gewohnten häuslichen und sozialen Umgebung verbleiben können, ohne der Notwendigkeit eines vorzeitigen Umzugs in ein Alten- oder Pflegeheim ausgesetzt zu sein. Vier umfassende „Szenarien“ stehen dabei zur Abdeckung der Bedürfnisse bei Alcatel-Lucent bereit: „Medical Data Acquisi-tion“, „IPTV assisted E-Health“, „Video Assisted Home Care“ und „As-sisted Mobility – Roam Care“. Berücksichtigt werden dabei sämtliche Aspekte, die Menschen in derartigen Situationen beschäftigen – vor allem aber das Bedürfnis nach Bequemlichkeit, Sicherheit und Freiheit.

Vorzeigeprojekte

Entsprechende Pilotprojekte dazu gibt es bereits in vielen Teilen der Welt, unter anderem in Florenz, wo Alcatel-Lucent die öffentliche Einrichtung „Montedominici“ mit umfassendem Know-how und Equipment versorgt. Ausgelegt auf die Betreuung von rund 2000 Personen, werden hier mehr als 500 ältere Menschen zentral gesteuert bei sich zu Hause betreut.

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Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Röntgenbilder auf Papier statt Film

Röntgenbilder auf Papier statt FilmFotolia.com

Der Ausdruck von digitalen Bildern kommt vor allem als Serviceleistung für Patienten zum Einsatz.


Das Institut für radiologische Spezialdiagnostik in Kapfenberg bietet seinen Patienten seit geraumer Zeit ein ganz spezielles Service: Röntgenbilder auf Papier, ermöglicht durch die Technologie und das Know-how von Konica Minolta. An sich setzt das radiologische Institut bereits seit Längerem auf die digitale Bildgebung. In der Praxis wird kein fotografischer Film mehr verwendet, sondern nur elektronische Bilddaten, die an hochauflösenden Spezial-Monitoren befundet werden.
Welche Vorteile das „ausgedruckte Röntgen“ in Zeiten zunehmender Digitalisierung dennoch bringt, ist für Karl Hausegger, Leiter des Röntgeninstituts, leicht erklärt: „Wir betrachten Y-Ray-Printing zum einen als Serviceleistung am Kunden, zum anderen dient der Ausdruck auf Papier natürlich auch Dokumentationszwecken.“ So ist es etwa einfacher, eine bestimmte Stelle auf dem „Papier-Röntgenbild“ zu markieren als direkt auf dem Film oder digital. Das ist zum Beispiel notwendig, wenn man dem überweisenden Kollegen schnell und unkompliziert eine Information hinterlassen möchte.

Psychologisch wertvoll
Zudem hat Hausegger festgestellt, dass vor allem ältere Patienten sehr gern eine Art „Proof“ mitnehmen – quasi als Bestätigung dafür, dass etwas gemacht wurde. „Selbstverständlich ist das eher psychologisch wertvoll“, so Hausegger, „aber aufgrund der wirklich akzeptablen Kos-ten nehmen wir das gern in Kauf.“ Je nach Bedarf erstellt Konica Minol-ta ein individuel-les Angebot. Die Lösung ist mit dem Dicom-Printserver an nahezu alle bildgebenden Modalitäten – Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Ultraschall et cetera – anschließbar. Kombiniert mit einem multifunktionalen Office-System, mit dem man gleichzeitig jedes andere Dokument scannen, digital archivieren, drucken und kopieren kann, ist das Sys-tem vollständig. Der Vorteil: Im Vergleich zu „Film“ ist ein Papierausdruck in etwa 90 Prozent günstiger als ein Röntgenbild. Bei einem Volumen von rund 18.500 Drucken jährlich entspricht das einem Einsparungspotenzial von mehr als 30.000 Euro pro Jahr. sog

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Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Patientendaten auf Knopfdruck

Patientendaten auf KnopfdruckFotolia.com

Ordner füllende Krankengeschichten könnten schon bald der Vergangenheit angehören, wenn der Trend zum „elektronischen Krankenhaus“ weiterhin anhält. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und daraus bedingt der enorme Kostendruck erfordern einen äußerst sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Dies gilt insbesondere für das Gesundheitswesen. Die Qualität kontinuierlich zu steigern und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu optimieren, das sind jene Herausforderungen, vor denen Öster-reichs Krankenhäuser künftig stehen. Einen wesentlichen Eckpfeiler, um die Quadratur des Kreises bewerkstelligen zu können, stellt dabei der Einsatz der richtigen, sprich: effizientesten Informationsmanagementtechnologien dar.
Das Unternehmen SER forciert daher bereits seit Längerem sein Enterprise Content Management – basierend auf Doxis – vor allem im Gesundheitsbereich. Kein Wunder: Schließlich ist die vollelektro-nische Patientenakte ein Weg, um Verwaltungskosten zu sparen. Die Argumente dafür liegen auf der Hand: Jeder nicht zu kopierende Befund, jede Information von vorgelagerten Behandlungen spart Zeit.

Keine doppelte Arbeit mehr
So können etwa mitgebrachte Befunde oder auch Röntgenaufnahmen schon bei der Aufnahme gescannt und der elektronischen Patienten-akte beigefügt werden. Der behandelnde Arzt hat damit nicht nur die Unterlagen vergangener Behandlungen im Haus, sondern die vollständige Krankengeschichte auf dem Bildschirm. Fazit: Viele unnötige Doppeluntersuchungen fallen weg, der Arzt erkennt leichter unverträgliche Medikamente.
Der Patient muss seine Leidensgeschichte nicht zum x-ten Mal erzählen und beide können sich auf den Fortgang der Behandlung konzentrieren. Harald Haghofer, Projekt- und Produktmanager bei SER: „Durchschnittlich fallen pro Krankenhausaufenthalt 120 Seiten Dokumentation pro Pa-tient an. Verständlich, dass sich der Trend zum elektronischen Krankenhaus immer mehr durchsetzt.“ Bislang hat man bei SER schon eine Reihe erfolgreicher Projekte realisiert, darunter bei großen Krankenhausverbünden wie Karges und Gespag.

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Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Zur richtigen Zeit am richtigen OrtFotolia.com

Die zunehmende Menge an digitalen Geschäftsinformationen erfordert neue Methoden des Datenmanagements.

Das Volumen an digitalen Daten in Unternehmen wächst ständig; Verwaltung, Ablage und Suche nach Geschäftsinformationen verursachen steigende Kosten. Daten zu speichern ist keine große Kunst, doch die Königsdisziplin ist intelligentes Datenmanagement bei gleichzeitig geringen Kosten. Das liefert die Basis, damit relevante Geschäftsdaten den Nutzern prompt zur Verfügung stehen.

Speichervolumen wächst
Horst Bratfisch, Leiter des IT-Infrastruktur-Bereichs bei Raiffeisen Informatik, kennt die Problematik: „Die stetig anschwellende Datenflut der modernen Informationsgesellschaft stellt uns vor immer neue und immer größere Herausforderungen. Im Storage-Bereich verzeichnen wir in unserem Rechenzentrum ein jährliches Wachstum von weit über 40 Prozent. Das bedeutet, dass unsere Kunden das Volumen alle zwei Jahre verdoppeln.“
Die sichere Speicherung von Daten allein genügt heute nicht mehr. Immer strengere Gesetze im Hinblick auf Aufbewahrung und Archivierung digitaler Informationen erfordern ein professionelles Datenmanagement, das sämtliche Geschäftsbereiche umfasst. Das wachsende Speichervolumen verursacht aber auch höhere Kosten.

Lebenszyklus betrachten

Mit Methoden wie der Konsolidierung und Virtualisierung von Daten versucht modernes Datenmanagement, die gestiegenen Anforderungen zu meis-tern. Ein wichtiger Teilbereich des Datenmanagements ist das Information Lifecycle Management (ILM), wie Horst Bratfisch berichtet: „Ziel von ILM ist es, die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt dort verfügbar zu machen, wo sie benötigt werden – und das zu den geringstmöglichen Kosten. Hierzu wird der gesamte Lebenszyklus der Informationen von der Erstellung über die Nutzung bis hin zur Vernichtung betrachtet.“
Generell gilt für eine Speicherstrategie nach dem ILM-Ansatz: Je wichtiger die Daten für ein Unternehmen und seine Prozesse sind, desto höher sollte ihre Verfügbarkeit sein und des-to kostspieliger sind die geeigneten Speichermedien.
Dazu Bratfisch weiter: „In unserem Rechenzentrum sind Daten, die permanent im Zugriff sein müssen, im Enterprise Storage gespeichert; dort sind sie hochverfügbar. Weniger aktuel-le Daten werden automatisch in einen Langzeitspeicher ausgelagert. Informationen, auf die Anwender eher selten zugreifen, werden auf Magnetbändern archiviert. Sollten die Informatio-nen wieder relevant sein, werden die Daten auf die Online-Medien zurückgespielt, und der Kreislauf beginnt von vorn.“

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Economy Ausgabe 70-02-2009, 27.02.2009

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