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22. October 2017

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Hackatons bei niederösterreichischen Betrieben und Exekutive

Hackatons bei niederösterreichischen Betrieben und Exekutive © Bilderbox.com

Firmen-Teams und ein Team der NÖ Wirtschaftskammer probten dieser Tage den Umgang mit einem plötzlichen Hacker-Angriff. Ort des Cyber-Security-Planspiels war das WIFI St. Pölten. Die „Angreifer“ kamen von Polizei und Innenministerium. Das Planspiel in St. Pölten war die Premiere für die gemeinsame österreichweite Aktion „Gemeinsam.sicher mit der Wirtschaft“ der Wirtschaftskammern und des Bundesministeriums für Inneres.

Schätzungen von bis zu 17.000 Cyber-Delikten im heurigen Jahr
„Für die Gefahren, die im Netz lauern, wollen wir sensibilisieren und den teilnehmenden Unternehmen einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung für den Ernstfall vermitteln“, so Niederösterreichs Landespolizeidirektor Konrad Kogler. Er betonte, dass die IT-Ausbildung bei der Polizei an Bedeutung zunehme und das entsprechende Know-how in mehreren Stufen weiter gegeben wird. Schließlich sei es auch wichtig, dass die Polizei im Fall des Falles auch EDV-Daten entsprechend sichern kann, etwaig auch für juristische Verwertung.“
Im Rahmen der Übungen wurde eine Krise im Unternehmen simuliert mittels eines Hacker-Angriffs auf sensible Firmendaten, ein Passwort-Klau im großen Stil oder auch ungewollte Geld-Transaktionen von Firmen-Konten in die Taschen von Cyber-Kriminellen. Diese Form der Kriminalität sei ein „absoluter Wachstumsmarkt“, betonte Kogler. Die Polizei rechnet heuer mit einer Steigerung um rund 25 Prozent und rund 15.000 bis 17.000 Delikten in ganz Österreich. Der Schaden lasse sich wohl nur in Milliarden-Beträgen beziffern, meint Kogler und verweist auf eine vermutlich hohe „Dunkelziffer“, weil betroffene Unternehmen sich oft scheuen, zur Polizei zu gehen.

Wichtige Planspiele an Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Exekutive
„Solche Planspiele sind auch deswegen wichtig, weil sie an den Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Polizei angesiedelt sind“, so Kogler. Sie seien ein Test dafür, was die in einem Unternehmen „hoffentlich vorhandenen“ Notfallpläne im Ernstfall leisten können und wie die Schnittstellen zwischen einem Unternehmen und dem Support sowie der Polizei funktionieren. „Dabei ist vor allem auch wichtig, dass die Kommunikation gut klappt“, erklärt Niederösterreichs oberster Polizist.
Das Planspiel soll daher auch helfen, das Vertrauen zur Polizei aufzubauen. Im „Spiel“ selbst setzten sich die Firmen-Teams aus je vier Experten aus den Bereichen Informationstechnologie (IT), Recht, Öffentlichkeitsarbeit und Krisenmanagement zusammen. Zum Training ihrer Handlungskompetenzen, gehörte auch die Inanspruchnahme externer Hilfe, die von einem Nachbarteam geleistet wurde.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red, Economy Ausgabe Webartikel, 10.10.2017