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22. September 2021

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„Wie sichern wir technologische Souveränität?“

„Wie sichern wir technologische Souveränität?“© Pexels.com/Victor Freitas

Club Research lädt am 7. Juni gemeinsam mit Forschungsrat, AIT zur nächsten Diskussionsveranstaltung. Digitales Veranstaltungskonzept ermöglicht virtuelle Teilnahme mit Chat-Funktion und Live-Streaming.

(red/czaak) Wie können wir in einem Wirtschaftssystem mit immer dichteren Beziehungsgeflechten Entscheidungskompetenz bewahren? Diese Frage ist so alt wie die Globalisierung selbst und bekam zuletzt zunehmende Dringlichkeit: COVID-19-Lockdowns und der Wettlauf um Impfstoffe, ein blockierter Suezkanal, Handelsdispute und Verschiebungen im globalen Machtgefüge untergraben das Vertrauen in weltumspannende Lieferketten. Dazu kommt die Besorgnis, zwischen Digitaloligopolen und nach Dominanz strebenden Wirtschaftsmächten immer mehr an eigenem politischen Handlungsspielraum zu verlieren.

Der Ruf nach Technologiesouveränität
Die Globalisierung gerät entsprechend unter kritischere Betrachtung, und die Zugangssicherheit zu systemrelevanten Technologien rückt ins Zentrum politischer Debatten: Der Ruf nach Technologiesouveränität wird explizit. Er soll aber keine Abkehr von weltumspannender Arbeitsteilung signalisieren – sondern vielmehr eine konsistente Politik zur Entfaltung eigener Fähigkeiten einmahnen, um auch im globalisierten Wirtschaftsgefüge Handlungsoptionen zu wahren und einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden.

Die Aufgaben einer missionsorientierten Innovationspolitik
„Was bedeutet Technologiesouveränität also heute für uns als politisches Postulat? Wo steht sie konzeptionell zwischen Globalisierung und technologischer Autarkie? Und wie kann ihre Umsetzung aussehen? Auf welcher territorialen Ebene ist das Konzept sinnvoll, und auf welche Technologien soll es sich beziehen? Welche Politikbereiche sind adressiert: Eine neue (alte?) Industriepolitik mit einer Neugewichtung zwischen Markt und Staat? Welche Aufgabe hat in diesem Kontext eine missionsorientierte Innovationspolitik?“, so die relevanten Fragen aus der Ankündigung der Club Research Veranstaltung.

Sabine Herlitschka, Uwe Cantner und Matthias Weber
Die Keynote hält Uwe Cantner, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena (D) und Vorsitzender der Expertenkommission für Forschung und Innovation und die anschließende Diskussion eröffnen und führen Sabine Herlitschka, CEO von Infineon Technologies Austria und stv. Präsidentin vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung sowie Matthias Weber, Head of Center for Innovation Systems and Policy beim Austrian Institute of Technology (AIT). Die Moderation verantwortet Johannes Steiner, promovierter Volkswirtschaftler und Jurist sowie Gründer und Leiter des Club Research.

In Kooperation mit AIT, Forschungsrat und Infineon
Die Veranstaltung findet digital auf Zoom statt und wird über Facebook live übertragen. Die Teilnahme am Zoom-Meeting passiert über eine vorherige Anmeldung (siehe Link). Der Zugangscode für die Zoom-Diskussion wird sodann zeitnah zur Veranstaltung zugesandt. Via Chat können auch direkt Fragen eingebracht werden. „Zwischen Sillicon Valley und Shanghai: Wie sichern wir technologische Souveränität?“ Veranstaltung von Club Research in Kooperation mit dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung am Montag, den 7. Juni um 18.00 Uhr.

(Anm. der Redaktion: Die inhaltliche Beschreibung des Veranstaltungsthemas wurde aus dem Programmtext von Club Research übernommen.)

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 20.05.2021