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18. November 2017

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Automatisierte Produktionsstraßen

Automatisierte Produktionsstraßen© Bilderbox.com

An der TU Wien wurde ein neues Christian-Doppler-Labor eröffnet, um Lösungen für die „Industrie 4.0“ zu entwickeln.

Maschinen und Produktionsanlagen in den Fabriken sollen perfekt ausgelastet sein, automatisch miteinander kommunizieren und sogar mit unvorhergesehenen Situationen zurechtkommen. Von der Bestellung über das Lager bis zur Produktionsstraße soll das ganze Unternehmen zu einem großen, intelligenten, vorausschauend und eigenständig handelnden System zusammenwachsen.
Damit das gelingen kann, braucht man Computermodelle, mit denen sich die einzelnen Maschinen präzise beschreiben lassen, und diese Modelle müssen auf intelligente Weise miteinander verknüpft werden. Genau damit beschäftigt man sich nun an der TU Wien im Christian Doppler Labor für modellintegrierte, intelligente Produktion. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie der beiden Industriepartner CertiCon und LieberLieber wurde es soeben eröffnet.

Tests am Computer
„Für Experimente hat man in einer Fabrik normalerweise keine Zeit“, sagt Manuel Wimmer von der Business Informatics Group am Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der TU Wien, der das neue CD-Labor leitet. „Eine Produktionsstraße stillzulegen um eine neue Maschine auszuprobieren, Abläufe zu verbessern oder den Produktionsprozess grundlegend neu zu planen - das wäre meistens viel zu teuer.“
In Zukunft soll das aber ganz einfach am Computer möglich sein. „Man spricht von einem ‚digital twin‘ der Anlage“, so Alexandra Mazak, die als leitende Forscherin im CD-Labor arbeitet. „Damit lässt sich direkt am Computer analysieren, ob die Produktion effizient läuft, wie sich bestimmte Veränderungen auswirken würden, oder etwa auch was passiert, wenn ein Zulieferer kurzfristig nicht liefern kann.“

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 11.06.2017