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22. November 2017

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„Das kann sich kein Unternehmen mehr leisten.“

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(Video/Text) Der unternehmerische Alltag ist von der digitalen Transformation bestimmt. Nahezu alle Branchen mit internen wie externen Prozesse sind davon betroffen. Economy sprach mit Peter Lenz von T-Systems Austria über Herausforderungen und Trends mit den wichtigsten Aufgaben für Unternehmen.

Economy: Peter Lenz, seit Jänner Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems Österreich, davor bei verschiedenen Großbetrieben, unter anderen OMV, Magna oder die ÖBB für die IT verantwortlich. Welche aktuellen Trends im IT-Bereich sind erwähnenswert?
Peter Lenz: Die aktuellen Trends gliedern sich für die IT und für die IT-Abteilungen in den Unternehmen sehr stark im Bereich der Automatisierung. Automatisierung im Rechenzentrum ist eines der wesentlichen Kernelemente die aktuell die IT betreffen.
Der Hintergrund ist da einerseits Sicherheit, je weniger oft ich hin greifen muss auf bereits laufende IT-Systeme, desto weniger Fehlerquellen habe ich, die etwa durch menschliches Zutun entstehen. Da ist eine ganze Industrie-Initiative dahinter, die sich Zero-Outage nennt, also kein Fehler, kein Unterbrechen der Leistung.

Welche Empfehlungen bei der IT-Nutzung würden Sie einem Unternehmen geben?
Grad im Betrieb, in typischen Betriebsthemen, das man loslässt, sich fokussiert was sind die geschäftlichen Kernprozesse und die Betriebsthemen, ein Serverbetrieb, ein Operationsbetrieb und so was auch gerne einem großen Partnernetzwerk zu übergeben.

Sie kommen wie vorhin erwähnt eher von der Anwenderseite, jetzt sozusagen die Anbieterseite, eigentlich ein Vorteil jetzt die Prozesse von der Kundenseite her zu kennen?
Das ist für mich ein Riesenvorteil. Ich weiß was die Kunden wollen weil ich 20 Jahre selber Kunde war und hier in der Organisation noch stärker diesen Kundennutzen, das Kundenbedürfnis, das was sich der Kunden wünscht mit in die Organisation zu tragen und dem entsprechendes Service-Offering an die Kunden zu liefern.

IT ist mittlerweile eine Querschnittsthematik geworden ...
... es kann sich kein Unternehmen heute mehr leisten IT als separaten Prozess zu sehen. IT ist Kerngeschäftsprozess geworden, unterstützt geschäftliche Kernprozesse und ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor geworden.

Welche Bereiche in einem Unternehmen sind davon primär betroffen?
Meines Erachtens alle. Auch wenn ich an Internet of Things (IoT) denke, wo ich Sensorik in einem Geschäftsprozesse, in einem Produktionsprozess, in einem Logistikprozess habe. Was kann ich von diesen Sensoren bekommen.
Normalerweise liefert man diese Daten dann in eine Cloud, hier hat T-Systems auch eine breite Cloud-Angebotspalette, und zieht dann aus der Cloud mit Algorithmen oder mit Berechnungen Mehrwert für das Unternehmen oder die Organisation.

Bleiben wir beim Stichwort Cloud, Themen Verfügbarkeit und Sicherheit ...
... Unternehmen fragen verstärkt Cloud-Services nach. Hier ist es essentiell für Unternehmen wie etwa das Unsere, dass wir hier als Cloud-Orchestrator, als jemand, der die Unternehmen and er Hand nimmt und durch das breite Offering der Cloud-Services durchführt.
Dass man hier einen Mittler, einen Vermittler aber auch einen Vertragshalter hat, der in diesen Service-Offerings die Unternehmen auch entsprechend beraten kann.

Welche Parameter sind hier relevant für die Gestaltung solcher Netzwerke?
Ich schau’ mir an, wo hab’ ich Verfügbarkeit, wo brauch’ ich sozusagen die Schnellstrassen, wo brauch’ ich den sicheren Datentransport und aus diesem Mix an Möglichkeiten die ich heute im Datennetz habe, ermittelt das intelligente Netz, das sogenannte Software-Defined-Network den besten Weg.

(Anm. der Redaktion: Peter Lenz ist seit 1.1.2017 Geschäftsführer bei T-Systems Austria und für die Bereiche Systemintegration (Projekt- und Softwareentwicklungsgeschäft) und IT-Operations (Rechenzentrumsbetrieb) verantwortlich.
Lenz studierte an der Donau-Universität in Krems Wissens- und Informationsmanagement und war vor T-Systems im leitenden IT-Management unter anderen bei der OMV, Magna und den ÖBB tätig, hier als CIO mit konzernweiter Verantwortung.)

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.06.2017