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14. Dezember 2018

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Das Netzwerk als Innovation

Das Netzwerk als Innovation© piqs.de/anna meyer

Drei Millionen Euro für „Digital Innovation Hubs“ als neue Netzwerk-Initiative des Wirtschaftsministeriums zum Transfer von Innovation und Forschung für österreichische KMU.

Das Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaft (BMDW) will Österreichs Kleine- und Mittelständische Unternehmen (KMU) am Weg der digitalen Transformation unterstützten. Die neuen „Digital Innovation Hubs“ basieren auf der gezielten Vernetzung bereits bestehender Einrichtungen und sollen primär Expertise und Infrastruktur vermitteln. „Studien zeigen, dass unsere KMU offen für die Chancen der digitalen Transformation sind, dabei aber Unterstützung brauchen“, erläutert Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaft.

Professionelle Epertise für Digitalisierungs-Projekte
„Die neuen ‚Digital Innovation Hubs‘ werden künftig attraktive Andockstationen für kleine und mittlere Betriebe sein, die dort von hochkarätigen Partnern aus Forschung und Wirtschaft unkompliziert Know-how für ihre erfolgreiche digitale Entwicklung erhalten“, so Schramböck. Die Ausschreibung wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt, drei Millionen Euro stehen zur Verfügung. Einreichungen sind bis Ende Februar 2019 möglich.
Ziel ist, dass österreichische KMU einen Knoten des Hubs als ersten Ansprechpartner in der Umgebung haben. „Die ‚Digital Innovation Hubs‘ sollen österreichische KMU dazu mobilisieren, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten, um Wertschöpfungspotentiale zu heben und die Wettbewerbsfähigkeit durch den Einsatz von Digitalisierungs-Technologien zu stärken“, betonen Henrietta Egerth und Klaus Pseiner von der FFG. „Digitalisierung und Steigerung der Innovationskraft gehen heute Hand in Hand“, unterstreichen die beiden FFG-Geschäftsführer.
 
AI, Security, Blockchain oder 3D-Printing als Schwerpunkte
Die Ausschreibung ist ab sofort geöffnet, Einreichungen sind bis 28. Februar 2019 möglich. Ein Hub muss dabei aus mindestens drei Einrichtungen mit Forschungsschwerpunkten im Digitalisierungsbereich (z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Kompetenzzentren, sonstige Forschungseinrichtungen, Unternehmen) bestehen, die ein sogenanntes „Digitalzentrum“ bilden.
Besonders angesprochen sind Konsortien mit Schwerpunkten auf Artificial Intelligence (AI), Security, Blockchain oder 3D-Printing. Die „Digital Innovation Hubs“ verpflichten sich, Leistungen in den Bereichen Information, Weiterbildung und Digitale Innovation zum Nutzen der Zielgruppe KMU zu erbringen. Die Förderungsquote beträgt maximal 50 Prozent, Laufzeit sind 36 Monate. Die neuen „Digital Innovation Hubs“ knüpfen an die EU-Initiative „Digitising European Industry“ (DEI) an, auch als Basis für künftige Ausschreibungen auf europäischer Ebene sein.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 20.11.2018