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19. Juli 2018

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Daten und Vernetzung als digitale Querschnittsthemen

Daten und Vernetzung als digitale Querschnittsthemen©Bilderbox.com

Die steigenden Anforderungen an das Management von Daten verlangen ganzheitliche Konzepte. Im Zentrum stehen Verfügbarkeit und Sicherheit.

Verknüpfung und Absicherung bestimmter Daten mit Endgeräten und IT-Infrastrukturen über Abteilungen und Prozesse hinweg ist unverzichtbar geworden. Mit der Einbindung von Maschinen und Sensoren in Wertschöpfungsketten kommen laufend große Datenmengen dazu und dafür benötigen Unternehmen Ressourcen und Planbarkeit.

Die Wünsche der CFOs
Die Anforderungen an die sichere Betreibung von IT-Systemen und Daten (engl. Storage) von KMU werden sich in den nächsten vier Jahren verdoppeln, so eine internationale Studie auftrags Fujitsu, für die letzten Herbst 182 Finanzchefs in Europa, Mittlerer Osten, Afrika, und Südasien befragt wurden. Knapp 80 Prozent befürchten eine hohe und schwer kalkulierbare Zunahme der Informationsmengen und entsprechende Kostensteigerungen für die Verwaltung. Zudem spielen Schutz und Datensicherheit eine große Rolle, auch unter dem Aspekt von Risikominimierung oder Datenschutzverordnungen und Compliance-Regularien.
Erfragt wurden aber auch Wünsche der CFOs und hier werden primär drei Faktoren genannt: Automatisierung, die manuelle Eingriffe weitgehend unnötig macht, das reduziert Kosten wie Risken. Dann die bedarfsabhängige Erweiterung von Speicherkapazitäten ohne Systemtausch und schliesslich Flexibilität bei nötigen Applikationen und ganzen Storage-Lösungen. „Mit der zunehmenden Digitalisierung sind die Tage traditioneller Scale-up-Ansätze gezählt, es braucht flexible zukunftsfähige Lösungen,“ so Olivier Delachapelle von Fujitsu EMEIA.

Migration parallel zum laufenden Betrieb
Ein Betrieb der anlässlich der Eröffnung eines neuen Standortes seine gesamte IT-Struktur zukunftsfit gemacht hat, ist die Hotelgruppe Weitzer-Wiesler mit 200 MitarbeiterInnen und in Summe sechs Standorten in Graz und Wien, darunter die Hotels Daniel und Wiesler sowie das Grand Ferdinand. Tele2 wurde letzten Herbst mit der Erneuerung zahlreicher IT-Komponenten und mit der Vernetzung aller Niederlassungen beauftragt.
Der zentrale Fokus lag dabei auf den Anwendungen im sogenannten Front-Office-Bereich die alle kundenbezogenen Vorgänge erfassen und verwalten sowie auf einer zentral gemanagten WLAN-Lösung mit getrennten Gäste- und Verwaltungsnetzwerken für erhöhte Sicherheit. Teil des neuen Vernetzungskonzeptes war zudem die Auslagerung diverser IT-Komponenten wie Server an Tele2, aber auch Einsatz und Verknüpfung von CRM-, Security-Systemen bis hin zu Bezahlsysteme für Shops und die Zeiterfassung für MitarbeiterInnen.
„Die größte Herausforderung war das Tagesgeschäft während des Tausches diverser kritischer IT-Komponenten nicht zu behindern und laufende Anforderungserweiterungen während des Projektfortschritts. Unterm Strich konnten wir den Kunden bei seinen Geschäftsbedürfnissen abholen und eine zukunftssichere Lösung realisieren“, so die verantwortliche Tele2-Projektleitung.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.06.2018