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24. Mai 2017

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Digitalisierung revolutioniert Einkaufsprozesse

Digitalisierung revolutioniert Einkaufsprozesse© piqs.de/paul stevanson

Die operativen Abläufe werden automatisiert, die verantwortlichen Mitarbeiter erhalten eine strategische Position.

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Beschaffungsprozesse der Wirtschaft. Während operative Abläufe zunehmend automatisiert werden, erhalten die Verantwortlichen eine strategische Position. Wie eine Umfrage des Online-B2B-Marktplatzes „Wer liefert was“ zeigt, wird die Rolle der Einkaufsverantwortlichen der KMU zunehmend wichtiger, wenn es darum geht, Wettbewerbsfähigkeit, Qualität und damit den Unternehmenserfolg dauerhaft zu gewährleisten.
„Wer liefert was“ hat im DACH-Raum über 1.000 Unternehmen befragt. Knapp 37 Prozent der Befragten sind Kleinunternehmen, 42 Prozent kommen aus dem Mittelstand und 11 Prozent aus Industrie. 28 Prozent der Befragten gaben an, ihre Beschaffungstätigkeit sei rückblickend deutlich strategischer geworden. Gleichzeitig sind ein Viertel der Meinung, der Arbeitsbereich sei digitaler geworden.

Strategische Partnerschaften
„Es ist wichtig und sinnvoll, den Einkauf in den Strategieprozess bezüglich der Digitalisierung des Unternehmens mit einzubeziehen. Dass allerdings mehr als ein Fünftel der befragten Unternehmen keine Strategie für den aktuellen Umbruch entwickelt, ist erschreckend“, sagt Peter F. Schmid, CEO von „Wer liefert was“.
Werfen die Befragten einen Blick in die Zukunft, glaubt mehr als jeder dritte Einkäufer, dass gerade strategische Partnerschaften mit Lieferanten zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Gleichzeitig gehen 16 Prozent davon aus, dass der persönliche Kontakt zu Lieferanten durch die Digitalisierung abnehmen wird. Schließlich können operative Einkaufsprozesse heute nahezu komplett digital abgewickelt werden. Daher glauben 8 Prozent der Befragten, dass die Digitalisierung den rein operativ tätigen Einkäufer überflüssig machen wird. Der Einkäufer werde zum strategischen Schnittstellenmanager.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 21.03.2017