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23. October 2021

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„Es überrascht, was alles möglich ist“

„Es überrascht, was alles möglich ist“© Kapsch BusinessCom

Digitalisierung ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die betriebliche Transformation von Unternahmen. Markus Czanba, Head of Commercial Sales bei Kapsch BusinessCom, erläutert relevante Parameter für eine erfolgreiche Umsetzung.

Economy: Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Corona-Pandemie?
Markus Czanba: Viele Betriebe haben die letzten 1,5 Jahre als Chance genutzt, neue Wege der Digitalisierung zu beschreiten, oft auch als Schub für die Zukunftssicherung. Schwierige Zeiten können auch Antrieb für Innovation sein.

Welche IT-Dienste sind besonders gefragt?
Home-Office inklusive Video Conferencing wird uns nicht mehr loslassen. Damit verbunden auch Cyber-Security. Hier gibt es von E-Mail bis zum richtigen Verhalten bei Phishing-Attacken viele verschiedene Punkte, wo unsere Unterstützung gefragt ist. Das reicht von der Prävention mit Security Audits oder Netzwerk-Checks bis zu unserem Cyber Defense Center, das etwa bei Anomalien im Netzwerk sofort reagiert.

Können Sie aktuelle Projekte nennen?
Bei unserem internationalen Kunden Global Blue haben wir die komplette Telefonanlage auf ein Cloud-basiertes System umgestellt und vereinheitlicht. Gefragt waren hier Einsparungen bei der Hardware, eine zentrale Verwaltung, bedarfsorientierte Flexibilität, kostenoptimierte Skalierung und die Umsetzung plus Support aus einer Hand. Microsoft Teams mit all seinen Apps und Features ist hier nun die Basis für die standortübergreifende Kommunikation.

Welche Herausforderungen gilt es zu beachten?
Bei der Vernetzung internationaler Standorte treffen meist unterschiedliche Verträge, Providerdienste und Fristen aufeinander. Das macht den Umstieg auf eine einheitliche Plattform aufwändiger. Als Kapsch BusinessCom fungieren wir als ein zentraler Provider und Ansprechpartner für alle Niederlassungen des Kunden. Das macht solche Projekte deutlich einfacher.

Etablieren sich Cloud-Services durch die Pandemie noch stärker?
Einmal hat die veränderte Form des Arbeitens, wie Home Office oder Remote Work den Bedarf nach flexiblen digitalen Kommunikationssystemen verstärkt. Und dann nutzen viele KMUs noch klassische ISDN-Telefonie, was aber bald rein technisch nicht mehr möglich sein wird. Immer mehr Kunden steigen daher auf cloud-basierte Lösungen um.

Kommunizieren ist aber nicht nur Telefonie.
Kombiniert mit medienübergreifenden Collaboration-Tools wie Microsoft Teams oder Cisco Webex wird die Telefonanlage zu einem multimedialen Kommunikationssystem. Wir bieten dafür auch alle Providerleistungen an. Der Kunde hat nur einen Partner für alle Themen rund um Telefonie und Kommunikation.

Basis für die digitale Transformation sind die Netzwerke. Welche Parameter sind zu beachten, etwa bei Betrieben mit mehreren Standorten?
Unternehmensnetzwerke wurden durch Corona eine noch größere Angriffsfläche. Besondere Vorsicht ist natürlich im Home-Office mit mobilen Geräten geboten, Stichwort E-Mail Phishing-Attacken. Neben den technischen Maßnahmen gilt es hier auch Mitarbeiter zu schulen und auf Gefahren hinzuweisen.

Wie steht es generell um die Innovationsbereitschaft von Unternehmen?
Ich war überrascht, was alles möglich ist, wenn es notwendig ist. Durch die Krise wurde vielen Betrieben bewusst, wo es noch Aufholbedarf gibt. Gerade bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen oder in der Verwaltung war es definitiv ein starker Treiber, um Digitalisierungsprojekte zu initiieren und umzusetzen.

Welche Auswirkungen hat das auf die Rolle des IT-Dienstleisters?
Wir fungieren einerseits als Berater, andererseits begleiten wir unsere Kunden auch bei der Umsetzung bis zum letzten Schritt. Generell gilt, dass wir neben Technologie auch das Business und die Prozesse der Kunden verstehen müssen. Es ist für alle Unternehmen wichtig, agil zu bleiben und Innovation voranzutreiben, egal welche Größe oder Branche.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 11.10.2021