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10. Dezember 2019

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Gutes Geschäftsklima in der deutschen IKT-Branche

Gutes Geschäftsklima in der deutschen IKT-Branche© Bilderbox.com

Neuer Digitalindex vom Branchenverband Bitkom und deutschem Ifo-Institut zeigt positive Lage bei den Firmen der IT und Telekommunikation.

(red/cc) In der deutschen digitalen Wirtschaft laufen die Geschäfte derzeit prächtig. Trotz allgemeiner Konjunkturrisiken beurteilen die Unternehmen der IT- und Telekommunikation (IKT) die Geschäftslage aktuell als sehr gut. Etwas gedämpft sind die Erwartungen für die kommenden Monate. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Bitkom-ifo-Digitalindex, die der Digitalverband Bitkom und das ifo Institut aktuell vorgestellt haben. Der Index errechnet sich aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen der IKT-Branche.

Im Einzelnen verbessert sich die auch zuvor bereits sehr gute Geschäftslage um 2,8 auf 46,7 Punkte. Bei den Erwartungen für die kommenden Monate gibt es zwar einen Anstieg um 1,7 auf 8,8 Punkte. Das ist aber einer der niedrigsten Anstiege seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Die Erwartungen für die Entwicklung von Beschäftigung (32 Punkte) und Preisen (11 Punkte) liegen jeweils nahe am langjährigen Maximalwert.

Die Lage ist besser als die Stimmung
„Aktuell wird viel über Konjunkturrisiken wie den Handelskonflikt zwischen den USA und China, den Brexit und die Umwälzungen in der Automobilindustrie und bei Banken diskutiert. Trotz allem ist die Geschäftslage in der Digitalbranche weiterhin sehr gut. Auffällig ist, dass die Unternehmen seit einigen Monaten vorsichtiger in die Zukunft schauen. Derzeit gilt: Die Lage ist besser als die Stimmung“, erläutert Achim Berg, Präsident von Bitkom.

„Der neue Index setzt sich zusammen aus 400 Herstellern, Händlern und Service-Firmen. IT-Dienstleister sind zu 60,5 Prozent abgebildet, Dienstleister der Telekommunikation zu knapp 10 Prozent, der Einzelhandel mit Geräten knapp über 8 Prozent oder die Hersteller von elektronischen Bauelementen mit 6,5 Prozent. Mit dem Digitalindex erfassen wir eine Branche, die für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielt“, ergänzt Clemens Fürst, Präsident des deutschen ifo-Instituts.

Methodik
Der Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt.

Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten.

Links

red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 11.06.2019