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24. Mai 2017

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Internetpiraterie weiter im Steigen begriffen

Internetpiraterie weiter im Steigen begriffen(C) bilderbox.com

Google soll 2017 eine Million Webseiten löschen. Dieser Rekordwert wird auf ein Versagen der Contentindustrie zurückgeführt.

Die Zahl von Webseiten, die illegal urheberrechtlich geschütztes Material anbieten, steigt. Diese Vermutung legt der neue Transparency Report von Google nahe. Er zeigt auf, wie viele Web-Adressen beim Suchmaschinenbetreiber als "Piraterie-Seiten" gemeldet werden. Anfragen, solche Seiten aus den Google-Suchergebnissen zu entfernen, sind 2017 erstmals über die Marke von einer Millionen geklettert - ein Rekordwert seit dem Beginn vor sechs Jahren.
"Google erhält regelmäßig Anfragen, Inhalte zu entfernen, die womöglich gegen geltende Urheberrechtsgesetze verstoßen", heißt es anlässlich der Veröffentlichung des jüngsten Berichts. Ein Großteil beziehe sich auf die Ergebnisse von Suchmaschinenanfragen, die unter Verdacht stehen, auf illegale Materialien zu verlinken. "Mit unserem Transparency Report wollen wir klar und ganz transparent aufzuzeigen, welche Auswirkungen das Urheberrecht auf den zur Verfügung stehenden Content haben kann."

Zugang erschweren
Dass die Löschanfragen derart nach oben geschnellt seien, liege zweifellos an einem generellen Anstieg der Piraterie und einem Versagen der Gegenstrategien der Content-Industrie. "Es scheint fast so, als wäre es inzwischen die einzige Option, zu versuchen, den Zugang zu diesen Seiten soweit als möglich zu erschweren, wenn man sie schon nicht ganz zu Fall bringen kann", so die Experten.
Interessant ist, dass bei einem Blick auf Googles Analyseergebnisse vielfach auch bei solchen Webseiten eine Entfernung aus den Suchergebnissen beantragt worden ist, die eigentlich kein Piraterie-Problem haben dürften. In den gesammelten Listen finden sich nämlich auch Seiten wie jene des Weißen Hauses, des US-Justizministeriums oder der NASA. Betroffen sind auch Medienkonzerne wie Netflix, die BBC oder die New York Times.

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Pressetext Austria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 07.03.2017