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18. November 2017

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Löschbare Tinte für den 3D-Druck

Löschbare Tinte für den 3D-Druck© http://kit.edu

Der Tintenkiller für das dreidimensionale Drucken soll unter anderem in der Biologie und der Materialentwicklung zum Einsatz kommen.

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein neues Verfahren entwickelt, durch das sich die Tinte für 3D-Drucker wieder "wegwischen" lässt. Die bis zu 100 Nanometer kleinen Strukturen lassen sich so wiederholt auflösen und neu schreiben. Damit könnten vielfältige neue Anwendungen realisiert werden, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Mehrfache Veränderung der Struktur
Die KIT-Wissenschaftler haben eine Tinte mit einer reversiblen Bindungsverknüpfung entwickelt, deren Bausteine sich wieder voneinander trennen lassen. Das Gedruckte wird einfach gelöscht, indem es in eine Lösungschemikalie getaucht wird. An der gelöschten Stelle kann erneut geschrieben werden, sodass sich die Struktur mehrfach verändern lässt. Mit löschbarer Tinte geschriebene Formen lassen sich in Strukturen aus nicht-löschbarer Tinte integrieren: So wird es möglich, beim dreidimensionalen Druck Stützkonstruktionen - ähnlich wie beim Brückenbau - herzustellen und sie im weiteren Fertigungsprozess wieder zu entfernen. Für die Biologie ließen sich so 3D-Designer-Petrischalen weiterentwickeln.

Sehr breite Anwendungspalette
"Man könnte während des Zellwachstums Teile des dreidimensionalen Mikrogerüstes wieder entfernen, um zu untersuchen, wie die Zellen auf die veränderte Umgebung reagieren", so KIT-Professor Martin Wegener. Denkbar sei es auch, künftig mithilfe löschbar geschriebener, leitender Strukturen reversible Drahtbindungen als elektronische Bauteile herzustellen. Durch das Mischen einer permanenten und einer nichtpermanenten Tinte ließen sich die Eigenschaften des gedruckten Materials beeinflussen, etwa um sie mehr oder weniger porös zu machen. Unter dem Titel "Cleaving Direct Laser Written Microstructures on Demand" wurde das Verfahren im Fachmagazin in "Angewandte Chemie" beschrieben.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 15.05.2017