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25. Juni 2018

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Neue Ansätze für die IT-Sicherheit

Neue Ansätze für die IT-Sicherheit© piqs.de/beverly pack

Angesichts der immer stärkeren Vernetzung ist die Absicherung von Daten, Applikationen und IT-Infrastrukturen unverzichtbar geworden. Dennoch unterschätzen viele Betriebe und Organisation die Gefahren, die von innen und außen drohen wie jüngste Cyber-Attacken bestätigen.

Europäische Unternehmen müssen sich besser gegen Cyber-Angriffe schützen. Andernfalls können nicht nur Arbeitsprozesse ernsthaft gestört werden, die letzten Erpressungsattacken beinhalten auch direkte finanzielle Risken. Das sind einige der Ergebnisse laufender Reports des internationalen Fujitsu Security Operations Center, welches weltweit Cyber-Angriffe beobachtet und Sicherheitsrisiken identifiziert.

Besserer Schutz vor Cyber-Attacken
Die größte Gefahr machen die Sicherheitsforscher dabei beim mangelnden Schutz der IT-Sicherheitssysteme selbst aus. Schwache Maßnahmen eröffnen Kriminellen hier die schnellsten Einfallstore. Eine weitere große Schwäche bezieht sich auf verschlüsselte Kanäle, die auch von unterwegs Zugriff auf geschäftskritische IT-Systeme gewähren. Geraten die Zugangsdaten in falsche Hände, können schädigende Aktivitäten sogar zu einem großen Teil unentdeckt bleiben.
Der Bericht zeigt aber auch auf wie sich Unternehmen besser vor Cyber-Attacken schützen können. Dazu zählen etwa proaktive Analysen von möglichen Sicherheitslücken und insbesondere ein kontrollierter Zugriff auf geschäftskritische Systeme. Viele Betriebe verteilen Zugangsrechte zu oft auch an Nutzer, die diese nicht regelmäßig benötigen. „Empfehlenswert ist ein modulares Sicherheitskonzept, das Rechenzentren, Datenübertragungen und Endgeräte ebenso abdeckt, wie Sensoren, die etwa im Internet of Things eine zentrale Rolle spielen“, erläutert Wilhelm Petersmann, Managing Director von Fujitsu Österreich und Schweiz.

Zentrale Thematik für Lebensmittel- und Pharmabranche
Das Thema Sicherheit steht auch bei der Produktion von Lebensmittel oder in der Pharmaindustrie an erster Stelle. Berglandmilch, ein Produzent von Lebensmitteln mit rund 13.000 Lieferanten muss sich darauf verlassen können, dass etwa das Datenmanagement gesichert und abgegrenzt von den anderen Kunden des Dienstleisters erfolgt. Das Unternehmen beauftragte Kapsch BusinessCom mit einer neuen Hochsicherheitslösung, die sowohl höchste Verfügbarkeit wie auch den reibungslosen Datenverkehr per E-Mail oder im Web gewährleistet und dies mit geringeren Kosten gegenüber alternativen Inhouse- oder Outsourcing-Modellen. „Bei Konnektivität hat eine möglichst perfekte Balance aus Wirtschaftlichkeit und Sicherheit Priorität“, so Manfred Prehsegger, IT-Manager bei Berglandmilch.
Sanochemia Pharmazeutica wiederum, ein Betrieb mit eigener Entwicklung von neuen Medikamenten, muss ebenfalls hundertprozentig darauf vertrauen können, dass etwa Daten aus der kostenintensiven Pharma-Forschung und Erzeugung gesichert verfügbar oder gespeichert werden. Auch hier wurde Kapsch mit der Implementierung einer neuen Lösung betraut, die Konfiguration an verschiedenen Standorten erfolgte dabei direkt von der Zentrale aus. Beide Unternehmen verbindet der Einsatz spezieller Firewalls von Barracuda, die für den Betrieb in verteilten, hochgradig dynamischen und sicherheitskritischen Netzwerkumgebungen entwickelt wurden. „Die rasche Installation und das Konfigurationskonzept eines zentralen Managements aller Barracuda Firewalls, sei es national oder international, haben uns sofort überzeugt und bis heute nicht enttäuscht“, sagt Siegfried Kumnig, IT-Leiter von Sanochemia.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 05.03.2018