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22. October 2017

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Patentamt will Start-ups helfen

Patentamt will Start-ups helfen© piqs.de/lai masriera

Gründer denken oft nicht daran, sich um ihre Markenrechte zu kümmern. Ein schwerer Fehler, meint das Österreichische Patentamt und bietet Unterstützung an.

Das Österreichische Patentamt ermutigt Start-ups, sich stärker für den Schutz ihres geistigen Eigentums einzusetzen. „Viele tun es nicht, haben oft keine Zeit dafür“, sagt die Patentamtspräsidentin Mariana Karepova. Dabei wäre es gerade für Gründer wichtig, ihre Rechte zu schützen, damit ihre Ideen nicht von anderen kopiert oder gar gestohlen werden. Zugleich müsse man aber auch über bestehende Marken und Patente Bescheid zu wissen, um selbst nicht die Rechte anderer zu verletzen.

Marken schützen
Auf jeden Fall sollten Start-ups ihre Marke und ihre technischen und kreativen Lösungen schützen, empfiehlt die Patentamtspräsidentin. Das sei weder kompliziert noch teuer: Die provisorische Patentanmeldung kostet 50 Euro, die Registrierung einer nationalen Marke 372 Euro. Das Patentamt bietet auch eine Fast-Trac-Anmeldung für Wort-, Wortbild- oder Bildmarken an, damit Gründer schnell ihre Marke schützen lassen können.
Auch in Sachen Recherche über bestehende Rechte kann das Patentamt für Gründer eine Hilfe sein, denn ab sofort bietet es einen Facebook-Messenger-Chatbot an, der diese Aufgabe automatisiert übernimmt. Der „Albert Patent Bot“ prüft Marken, indem er internationale Markendatenbanken mit 40 Millionen Brands durchsucht. Er ist der erste Chatbot im Bundesdienst. Die Stadt Wien bietet bereits einen WienBot an.

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APA-Science/red, Economy Ausgabe Webartikel, 26.06.2017