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23. September 2017

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Roboter sind kein Ersatz, sondern Ergänzung

Roboter sind kein Ersatz, sondern Ergänzung© Bilderbox.com

Der Einfluss Künstlicher Intelligenz hilft, Probleme schneller zu lösen. So brillieren Menschen im Team mit Robotern.

Gilt es, in einem Koordinationsspiel schwierige Probleme zu lösen, profitieren Menschen sehr davon, wenn Künstliche Intelligenz (KI) sie unterstützt - selbst dann, wenn diese Fehler macht. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Yale University die ausgetestet haben, auf welche Weise Menschen mit anonymen KI-Bots kooperieren und wie das ihre Leistung beeinflusst.
"In der aktuellen Diskussion über Künstliche Intelligenz geht es sehr oft darum, ob Künstliche Intelligenz Menschen ersetzen wird. Wir glauben, dass es in der Diskussion vielmehr darum gehen sollte, dass Künstliche Intelligenz den Menschen ergänzen kann", findet Forscher Nicholas Christakis. Und scheinbar klappt das auch sehr gut.

Bots steigern Leistung
Christakis und sein Kollege Hirokazu Shirado ließen über 4.000 Menschen ein Online-Computerspiel spielen, bei dem die Teilnehmer ihre Handlungen koordinieren mussten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Es wurden aber auch anonyme KI-Bots zugeschaltet, die sich unter die Spieler mischten. Diese waren aber bei weitem nicht unfehlbar: Die Forscher programmierten sie so, dass sie zwischendurch Fehler machten.
Trotzdem wurde die Performance der menschlichen Spieler insgesamt gesteigert, sobald Bots anwesend waren. Vor allem, wenn sich der Schwierigkeitsgrad der Probleme steigerte, waren die Bots eine Hilfe. Im Durchschnitt beschleunigten sie den Problemlösungsprozess innerhalb der Gruppe um 55,6 Prozent. Die Forscher zeigen sich hoffnungsvoll, dass die Kooperation von Künstlicher Intelligenz und Menschen für alle Beteiligten positiv wirken könnte - zum Beispiel im Straßenverkehr, wenn sich autonome Gefährte mit normalen Autos die Fahrbahn teilen.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 10.06.2017