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20. Juli 2017

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Vignette digital ja bitte

Vignette digital ja bitteBM Jörg Leichtfried und Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl © BMVIT

Zwei von drei Autofahrern wollen laut Verkehrsminister Jörg Leichtfried die Digitale Vignette. Die digitale Ergänzung der Klebeversion kommt mit dem Vignettenjahr 2018.

Ab Dezember 2017 bekommt die österreichische Klebevignette eine digitale Schwester. Verkehrsminister Jörg Leichtfried hat den entsprechenden Gesetzesentwurf dem Nationalrat vorgelegt. Nach einstimmigem Beschluss im Verkehrsausschuss erfolgt kommende Woche die Abstimmung im Plenum.

Automatische Verlängerung
Laut einer Umfrage halten 83 Prozent der befragten Autofahrer die Digitale Vignette für eine gute Idee. 60 Prozent wollen sie kaufen. Die Digitale Vignette ist an das Kennzeichen gebunden und kann ab November online oder über die ASFINAG-App „Unterwegs“ gekauft werden. Mit Sommer 2018 ist sie auch in Trafiken, Tankstellen und bei den Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ erhältlich. Ab Herbst 2018 gibt es zudem ein Vignetten-Abo mit der Möglichkeit zur automatischen Verlängerung.

Zahlreiche Vorteile
„Sie bringt Vorteile für rund 420.000 Wechselkennzeichenbesitzer, die künftig nur mehr eine Digitale Vignette für ihre Fahrzeuge kaufen müssen“, erklärt Leichtfried. Geht eine Autoscheibe mit Klebevignette zu Bruch, müsse keine Ersatz besorgt werden, der Umstieg auf die Digitale Vignette ist kostenlos. In speziellen Fällen wie etwa beim Wohnsitzwechsel besteht die Möglichkeit, die Digitale Vignette gegen einen Kostenersatz auf das neue Kennzeichen umzuschreiben, anstatt wieder ein Autobahnpickerl zu kaufen. Die Digitale Vignette ist ab November 2017 über den Webshop der ASFINAG oder über die App „Unterwegs“ erhältlich. Bezahlt wird mit Kreditkarte, Paypal oder Sofortüberweisung.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 01.05.2017