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17. Dezember 2017

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Vorsicht vor Spionen im Internet der Dinge

Vorsicht vor Spionen im Internet der Dinge© Bilderbox.com

Die Datenströme, die das Internet der Dinge generiert, können selbst bei Verschlüsselung viel über ihre Nutzer verraten.

Gut, aber heikel: Wie eine aktuelle Studie von Informatikern der Princeton University zeigt, kann das Internet of Things (IoT) sehr schnell zu einer Spionagefalle werden. Denn viele IoT-Anwendungen, etwa aus dem Bereich Smart Housing, lassen, auch wenn sie verschlüsselt übertragen werden, die Erstellung von eindeutigen Profilen ihrer Nutzer zu.
„Wir waren selbst überrascht davon, wie leicht es ist, aus verschlüsselten IoT-Daten auf das Nutzerverhalten zu schließen", schreiben die Informatiker in einem Paper, das auf "arXiv" zugänglich ist. So habe zum Beispiel ein von den Forschern getesteter, verschlüsselter Schlafmonitor das Schlafmuster seines Besitzers verraten, Amazons Echo wiederum lasse klar erkennen, wann der Besitzer des Geräts ihm eine Frage stellt.

Datenklau für Werbezwecke
Das mag auf den ersten Blick nicht allzu bedenklich scheinen, denn die Frage selbst bleibt verschlüsselt. Das Princeton-Team warnt allerdings, dass allein die Information darüber, wann jemand ein bestimmtes Gerät nutzt, für Werbezwecke relevant sein kann. „Wir wären nicht überrascht, wenn viele andere Smart-Home-Geräte ähnliche Privacy-Schwachstellen hätten“, schließen die Autoren ihre Ausführungen und empfehlen Lösungen wie VPN-Tunnelung, die die Analysen der gesendeten Datenströme erschweren und so die Privatsphäre der Nutzer schützen.

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PressetextAustria/red, Economy Ausgabe Webartikel, 24.10.2017