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14. Dezember 2018

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Wachstumstreiber Breitband und Internet der Dinge (IoT)

Wachstumstreiber Breitband und Internet der Dinge (IoT)  © piqs.de/kevin dooley

T-Mobile Jahresergebnis 2017 bestätigt mit deutlichen Steigerungen bei Umsatz, Ertrag, Investitionen sowie einem neuen Rekord mit 5,7 Mio. Simkarten den kontinuierlichen Wachstumskurs.

Der Gesamtumsatz von T-Mobile Austria stieg um 5 Prozent auf 900 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung) legte um 3 Prozent auf 266 Millionen Euro zu. Mit einem Plus von 10 Prozent lagen die Investitionen im Jahr 2017 auf einem Rekordstand von 155 Millionen Euro. Die Zahl der Teilnehmer erreichte zu Jahresende 2017 mit 5,7 Millionen SIM-Karten einen absoluten Höchststand.

155 Millionen Euro an Investitionen für Netzausbau
„In den vergangenen Jahren ist T-Mobile Austria die beeindruckende Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum gelungen“, so Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria zum dritten Wachstumsjahr in Folge. „Davon profitiert nicht nur unser Eigentümer, sondern vor allem unsere Kundschaft. Wir fahren weiterhin das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von T-Mobile Austria und haben nach den Steigerungen im Vorjahr mit 155 Millionen Euro Investitionen in Österreich nochmals einen Rekord beim Ausbau des LTE-Netzes gesetzt. Das bringt bessere, schnellere Versorgung, mehr Konkurrenz und eine enorme Leistungssteigerung für unsere Kunden“, betont Bierwirth.
Zusammen mit den Gebühren für die Ersteigerung von Frequenzen im Jahr 2013 hat T-Mobile in den vergangenen fünf Jahren rund 1,3 Milliarden Euro in den Ausbau seines Breitband-Mobilfunknetzes investiert. Damit wurde die Indoor-Versorgung mit Breitband-Internet laufend verbessert sowie die Kapazität mit LTE-Advanced erhöht, das Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde ermöglicht.

Wachstumstreiber M2M und Internet der Dinge (IoT)
„Es darf bei unseren Investitionen keinen Stillstand geben, damit wir dem enormen Datenwachstum in unserem Netz entsprechen“, erklärte Gero Niemeyer, Finanzchef von T-Mobile Austria. „Dafür haben wir im Vorjahr auch einen leichten Rückgang beim EBIT in Kauf genommen." Insgesamt haben über 97 Prozent der Bevölkerung Zugang zum schnellen Datennetz von T-Mobile Austria. Bei stabilen Teilnehmerzahlen der Marken T-Mobile und tele.ring war der starke Zuwachs der Teilnehmerzahl im Jahr 2017 erneut aus den Geschäftsbereichen M2M-Kommunikation für IoT, das Internet der Dinge, sowie Wholesale getrieben.
Einen neuen Rekord gab es auch beim Datenwachstum, das um 86 Prozent auf 313.503 Terabyte zulegte. Wesentlicher Treiber des Datenwachstums sind Streaming-Angebote für Video, wobei YouTube vor Netflix derzeit die Spitzenreiter in der Nutzung von HomeNet-Kunden sind. Um dieser Nachfrage auch in dicht besiedelten Regionen besser zu entsprechen bietet T-Mobile seit Februar 2018 in ganz Österreich sein HomeNet auch als Hybrid mit gleichzeitiger, gebündelter LTE- und Leitungsanbindung an.

Breitband-Offensive für kombinierte Familien- und Betriebspakete
„Breitband für Zuhause und für das Büro sind ein starkes Wachstumsfeld für T-Mobile“, erklärte Maria Zesch, CCO (Chief Commercial Officer) von T-Mobile Austria. „Wir haben mit Breitband über Mobilfunk in den vergangenen Jahren Breitband-Versorgung in viele Regionen gebracht, die bis dahin keinen zufriedenstellenden Zugang hatten. Jetzt holen wir uns durch die Kombination mit Festnetz-Internet in einem Router zusätzliche Kapazität für Regionen mit sehr hoher Nachfrage.“
Rund um den Breitband-Zugang zuhause und im Büro setzt T-Mobile darauf, das Ökosystem an vernetzten Geräten zu stärken. Dazu gibt es für jeden HomeNet-Kunden mit „FamilyBytes“ 20 Gigabyte an Datenvolumen geschenkt, die für Geräte wie Tablets oder Smartwatches, weitere Smartphones in der Familie oder auch für CarConnect zur Vernetzung des PKWs eingesetzt werden können. So kann beispielsweise ein iPad oder Tablet mit einer zusätzlichen SIM-Karte um 1,99 Euro auf diese 20 GB zugreifen, ohne einen separaten Mobilfunkvertrag für das Gerät abzuschließen. Das zusätzliche FamilyBytes-Datenvolumen kann von allen Mitgliedern eines HomeNet-Haushalts geteilt und bei Bedarf auch aufgestockt werden.

Speed, Content und Service
„Wir haben in unserer weiteren Entwicklung ein klares Ziel: Wir wollen bei Speed, Content und Service die Nummer 1 in Österreich werden“, skizzierte T-Mobile CEO Bierwirth bei der Jahrespressekonferenz die Vision von T-Mobile. "Breitband ist das unverzichtbare Fundament des digitalen Österreichs. Unsere Ambition ist es, unseren Kunden – wo immer und wer immer sie sind – für jede Anwendung, die bestmögliche Anbindung zur Verfügung zu stellen, gleich ob über LTE, Glasfaser oder digitales Kabel oder künftig 5G.“ Mit der Kabeltechnologie von UPC könne T-Mobile künftig auf ein eigenes Leitungsnetz zurückgreifen, „dessen Leistungen herkömmlichen DSL-Leitungen wesentlich überlegen seien“, so Bierwirth weiter.
Vor allem in städtischen Räumen will T-Mobile Austria durch die Kombination von digitalem Koaxialkabel und Glasfaseranbindungen für Haushalte und Betriebe eine führende Rolle als leistungsstarker Breitbandanbieter einnehmen. Um die Versorgung weniger dicht besiedelter Regionen sicherzustellen wird T-Mobile Austria weiterhin massiv in den Ausbau von LTE sowie in die nächste Mobilfunkgeneration 5G investieren. Anfang Februar 2018 demonstrierte T-Mobile als erster Anbieter in Österreich im Live-Netz die Leistungen der kommenden 5G-Technologie u.a. mit Datenübertragungsraten von rund 2 Gigabit pro Sekunde.

Zunehmende Konkurrenz für A1
Bierwirth: "Als starker konvergenter Anbieter mit innovativen Angeboten wird das integrierte neue Unternehmen eine starke Konkurrenz zum derzeitigen Marktführer A1 Telekom Austria darstellen. Das bringt sowohl Privat- als auch Geschäftskunden wesentlich mehr Wahlmöglichkeiten bei digitalen Diensten.“ Damit könne T-Mobile bei TV, Video und digitalem Entertainment künftig starke Angebote machen und dabei von den Entertainment-Produkten der Deutschen Telekom profitieren.
„Wir werden mit diesen Medienangeboten unsere Geschäftsfelder um Entertainment erweitern. Das wollen wir auch mit Nachdruck weiter entwickeln“, unterstreicht Bierwirth. Die Übernahme von UPC bedarf noch der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung. „Wir erwarten, dass wir im 2. Halbjahr 2018 mit dem Aufbau des neuen, integrierten Unternehmens beginnen können, damit wir unseren Kunden erste gemeinsame Angebote machen können“, sagte Bierwirth.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 05.03.2018