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24. November 2020

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Bedarfsorientierte Wertschöpfung für eine globale Nutzung

Bedarfsorientierte Wertschöpfung für eine globale Nutzung© Pexels.com/cottonbro

Cloud-Services ermöglichen die flexible Erweiterung betrieblicher IT-Systeme.

(Christian Czaak) Die zunehmende Digitalisierung betrieblicher Fertigungsketten bringen steigende Anforderungen an die IT-Infrastruktur von Unternehmen. Das gilt für die darauf aufbauenden Produktionsprozesse und Logistikketten wie auch für die Verschränkung mit Warenwirtschaftssystemen im SAP-Umfeld. Für eine Konsolidierung derart komplexer IT-Architekturen setzen nun besonders internationale Industriekonzerne verstärkt auf Auslagerung und digitalen Innovationstransfer über professionelle IT-Dienstleister.

SAPPI setzt auf T-Systems
Sappi ist der weltgrößte Hersteller von gestrichenem, holzfreiem Feinpapier. Als global agierendes Unternehmen mit rund 12.500 Beschäftigten in 35 Ländern betreibt der südafrikanische Konzern Produktionsanlagen in Europa, Nordamerika und Südafrika. In der IT-Infrastruktur spielen SAP-Systeme eine wichtige Rolle und um hier nun die Systemlandschaften zu vereinheitlichen, lagerte Sappi den SAP-Betrieb in das Wiener Rechenzentrum von T-Systems aus. Kostenreduktion für den zentralen Anwendungsbereich und mehr Flexibilität für Expansion und Marktdynamik waren weitere Anforderungen.

Final erfolgte die Migration und Konsolidierung von zwei komplexen SAP-Systemen für drei Kontinente und rund 8.000 Anwender sowie der Wechsel auf SAP-Hana, eine Hochleistungsdatenbank für den Echtzeitbetrieb. „Die neuen SAP-Services als Cloud-Anwendung ermöglichen eine schnelle Reaktion auf Lastspitzen und Marktveränderungen mit einem bedarfsgerechten und variabel anwendbaren Pay-per-Use Betriebsmodell“, sagt Dietmar M. Taurer, Account Director bei T-Systems Austria.

Wechselseitige Verantwortung bei Valora
Die generelle Marktentwicklung bei Cloud-Anwendungen zeigt eine zunehmende Nachfrage nach hybriden Multicloud-Lösungen und für individuelle betriebliche Anforderungen passgenaue Mischformen. Im Rahmen einer strategischen Neuorientierung entschied sich auch das Schweizer Handelshaus Valora für eine cloudbasierte Plattform-Strategie und für eine individuelle Partnerschaft mit T-Systems. Die Arbeitsplätze mit Hardware und Business Applikationen liegen dabei in der Verantwortung von Valora und bei T-Systems der Betrieb der Software-Applikationen, das Datenmanagement und die Netzwerke.

Der SAP-Betrieb mit der Echtzeitdatenbank Hana passiert mittels sogenannter Dynamic Cloud Services von VMware im Rechenzentrum des IT-Dienstleisters in Frankfurt. „Die dynamischen Cloud-Services von T-Systems kombinieren für uns die Skalierbarkeit der Infrastrukturen mit einem passenden Preismodell und sie ermöglichen die Etablierung neuer Geschäftsmodelle auf einer zukunftsfähigen Plattform“, so Roberto Fedele, CIO von Valora.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.11.2020