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23. Juli 2018

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Der Import von Innovation über externe Spezialisten

Der Import von Innovation über externe Spezialisten© Bilderbox.com

Benötigen Unternehmen kurzfristig und bedarfsgerecht externe IT-Kapazitäten und Services, so können sie eigens dafür entwickelte Dienste nutzen. Skalierbares Kostenmanagement, individuelle Anwendungsoptionen und die Verwendung aktueller Technologien sind dabei die wesentlichen Argumente.

Wenn Firmen externe IT-Dienste nutzen, so wählten sie bis dato etwa für Cloud-Services oftmals amerikanischer Provider. Spätestens seit der Europäische Gerichtshof das Safe-Harbor-Abkommen gekippt hat, steigt jedoch die Skepsis. Einerseits wollen die Betriebe diese Cloud-Services möglichst preisgünstig buchen, andererseits ist ihr Anspruch an die Datensicherheit sehr hoch. Viele Firmen setzen daher weiterhin auf eigene Cloud-Services, sogenannte Private Clouds. Erfahrungen zeigen aber, dass sie damit Vorteile der Public Cloud nicht komplett erschließen, beispielsweise bei Bandbreiten, Flexibilität oder Kosten.
Europäische IT-Dienstleister haben reagiert und entsprechende bedarfsgerechte Cloud-Services entwickelt, auch Infrastructure-as-a-Service-(IaaS) genannt. Die "Open Telekom Cloud (OTC)" von Deutscher Telekom und T-Systems ist beispielsweise ein derartiges Angebot. Auf Basis einer freien Software-Architektur (Anm. OpenStack) können hier Anwendungen spezifisch gestaltet werden.

Intelligente Verkehrslösung für Salzburg
Salzburg Research etwa betreibt sein Verkehrsinformationssystem „Staufux“ komplett auf der OTC. Auf der Plattform werden Telemetrie- und Smartphone-Daten von Fahrzeugen zusammengeführt und ausgewertet. Die Anwender erhalten Informationen zum aktuellen Verkehrszustand auf Österreichs Straßen, inkludiert sind zudem zeitliche Verzögerungen auf bestimmten Routen.
Die Daten werden von mehreren tausend Fahrzeugen geliefert, derzeit noch mit Schwerpunkt Salzburg, darunter auch Firmenflotten mit GPS-Sendern. „Der Vorteil dieser Cloud-Infrastruktur mit Datenhaltung in Deutschland ist die Flexibilität in der Datenverarbeitung wo Lastspitzen einfach und kostengünstig mit dem Zuschalten von IT-Ressourcen abgefangen werden,“ erläutert Peter Lenz, Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Systems.

Payment-Innovationen für kleine wie große Onlineshop-Portale
Neben digitalen Dienstleistungen mit reinem Informations- und Servicecharakter setzen Betriebe für den Verkauf von Produkten zunehmend auf internetgestützte Shopping-Plattformen und richten dafür komplett digitalisierte Wertschöpfungsketten ein, vom Produkt bis hin zu Lieferung und elektronischer Bezahlung. Besonders der Handel ergänzt den stationären Filialbereich um allzeit geöffnete Online-Shops.
Entscheidende Erfolgsparameter für Internet-Shops sind neben einer großen und übersichtlichen Produktvielfalt das Preis-Leistungsverhältnis sowie möglichst einfache und trotzdem sichere Bezahlmöglichkeiten. Die Handelskette XXL Sports & Outdoor beispielsweise betreibt europaweit mehr als 70 Filialen mit mehreren länderspezifischen Online-Shops, aktuell nun auch in Österreich.
Beim Thema Bezahlen setzt der stark expandierende Sportartikelhändler auf den internationalen Zahlungsdienstleister Klarna, wo einerseits beliebte Zahlungsarten wie Rechnungskauf, Kreditkarte oder Sofortüberweisung bereits integriert sind und zudem externe Zahlarten wie etwa PayPal jederzeit ergänzt werden können. „Der Vorteil ist eine Lösung und ein Ansprechpartner für alle benötigten Zahlungsarten. Die Wartung der hier eingesetzten Checkout-Lösung verantwortet ebenso Klarna, das inkludiert auch landesspezifische Updates,“ so Robert Bueninck, General Manager Klarna Group DACH.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 08.05.2018