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18. November 2017

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Die Breitbandmilliarde als Gassenhauer

Die Breitbandmilliarde als Gassenhauer© Bilderbox.com

In der dritten Runde der Leerrohrförderung war das Interesse der Gemeinden abermals sehr hoch.

125 österreichische Gemeinden haben in der dritten Ausschreibungsrunde des Leerverrohrungsprogramms aus der Breitbandmilliarde Förderanträge eingebracht. Insgesamt stellte das Infrastrukturministerium im dritten Förder-Aufruf 30 Millionen Euro bereit. Die Hälfte davon sind EU-Mittel. Mit Anträgen in der Höhe von 72 Millionen Euro wurde die Fördersumme fast dreifach überzeichnet. „Wir haben einen enormen Andrang bei unserem Access-Programm. Bis Juni stellen wir weitere 80 Millionen für Access bereit, um schnelles Internet ins ganze Land zu bringen“, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Eigenes Breitbandbüro als Anlaufstelle
In den ersten drei Förderphasen der Leerrohrförderung haben sich insgesamt 284 Gemeinden um Mittel aus der Breitbandmilliarde beworben. Die Förderungshöhe beträgt jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten und bis zu 500.000 Euro pro Gemeinde. Mit der Leerrohrförderung sorgt das Infrastrukturministerium dafür, dass die Gemeinden bei Grabungen im Ort die Infrastruktur für Breitband günstig mitverlegen können.
Bis Juni laufen noch Ausschreibungsrunden in den Ausbauprogrammen Access und Backhaul. In Access stehen 80 Millionen zur Verfügung, um das bestehende Breitbandnetz zu vergrößern. Backhaul zielt auf die Anbindung bestehender Netze und Funkmasten ans Glasfasernetz ab. Es sind die jeweils zweiten Förderaufrufe aus den beiden Programmen. In der ersten Ausschreibungsrunde wurden jeweils rund 100 Millionen Euro vergeben. Zentrale Anlaufstelle für interessierte Gemeinden, Gemeindeverbände und alle anderen potenziellen Förderungswerber ist das Breitbandbüro des bmvit, das als Erstberatungsstelle zur Verfügung steht.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 26.04.2017